Sonntag, 1. Juni 2014

Rezension: Soul Screamers 1: Mit ganzer Seele

Dieses Buch ist mir bereits vor einiger Zeit vom Mira-Verlag zur Verfügung gestellt worden. An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank!
Leider habe ich mich echt ewig nicht aufraffen können, es zu lesen, als ich dann aber Zeit und Ruhe gefunden habe (endlich), habe ich es an einem Tag verschlungen...

Informationen zum Buch
Autor: Rachel Vincent
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch ; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899419464
ISBN-13: 978-3899419467

Rezension:

Kaylee ist eigentlich ein ganz normales, etwas unscheinbares Mädchen. Nicht hässlich, nein. Aber eben im Schatten ihrer sehr weiblichen Freundin Emma doch etwas unscheinbar. Umso seltsamer, dass der Schwarm der Mädels, Nash, sie in einem Club ganz gezielt anspricht. Und sich selbst dann nicht abschrecken lässt, als Kaylee um eines der anwesenden Mädchen eine dunkle Wolke erkennt und – nicht zum ersten  Mal – einen Anfall bekommt.

Dieses Buch hält sich nicht lange mit Vorgeplänkel auf, sondern wirft den Leser schon auf den ersten Seiten mitten ins Geschehen. Mir gefällt das, ich finde so lange Vorgeschichten häufig ermüdend.
Das wird einem hier erspart, auch wenn Nash mit Kaylee über viel zu lange Zeit das „vielleicht weiß ich mehr als du“-Spielchen spielt. Das ist doch recht unnötig und hält auch die Spannung nicht aufrecht, weil man ja eigentlich schon weiß, was passiert.

Überhaupt ist die große Überraschung eigentlich gar keine mehr, wenn man sich Titel und Klappentext anschaut, aber gut. Bei anderen Büchern weiß man auch von vorn herein, um welche Wesen es geht.

Die Figuren sind ganz gut gemacht, besonders Nash und Todd haben mir gut gefallen.  Die beiden haben ihre Ecken und Kanten und sind trotzdem sympathisch. Kaylee ist mir teilweise zu platt geraten, irgendwie schweift sie gedanklich manchmal doch erschreckend weit vom Thema ab und verhält sich recht… kindisch. Kaylees Vater und Onkel und auch ihre Cousine sind ebenfalls plastisch und nachvollziehbar. Ihre Tante absolut nicht, leider.

Die Handlung an sich ist relativ vorhersehbar, aber trotzdem, und das muss man der Autorin wirklich zugute halten, durchgehend spannend. Einzig der Einblick in die Bürokratie der Unterwelt war befremdlich bis albern. Aber die Erzählweise der Autorin hat dafür gesorgt, dass ich das Buch trotz aller Schwächen gerne gelesen habe und die Handlung durchaus spannend fand.
Eine winzige Kleinigkeit zum Cover: Obwohl es thematisch passend ist, mag mir das blutrot eingefärbte Zahnfleisch der Dame einfach nicht gefallen.

Insgesamt ein gut gelungener Auftakt mit guten Ideen und einigen wirklich sympathischen Figuren und einer spannenden Handlung. Leider kleinere Schwächen an anderer Stelle.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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