Montag, 9. Dezember 2013

Rezension: Spiel der Angst

Seit ich den ersten Band "Spiel des Lebens" gelesen habe, wartete ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Ich war einfach viel zu neugierig... Dieses Exemplar wurde mir freundlicherweise vom Verlag Egmont INK zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank!


Spiel der Angst  (Veit Etzold)
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (14. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960491
ISBN-13: 978-3863960490

Rezension:
Emily und Ryan leben seit fast einem Jahr in New York, sind endlich angekommen und genießen das Leben in vollen Zügen. Die Schrecken des vergangenen Jahres sind fast vergessen, nur selten blitzt noch eine Erinnerung an den Psychopathen durch, der sie auf so grausame Art durch London gejagt hat. Doch dann passieren Dinge, die Emily daran zweifeln lassen, dass Jonathan damals wirklich gestorben ist und die Angst beginnt von Neuem…

Fortsetzungen haben es oftmals schwer, an den erfolgreichen ersten Band anzuknüpfen. So auch hier. Im Spiel des Lebens war für den Leser das ganze Konzept noch neu und unverbraucht. Spannend zu lesen und man hat die ganze Zeit mitgefiebert.
In Band zwei kennt man das alles schon. Man kennt die Vorgehensweise von Jonathan und man kennt die Regeln des Spieles. Und man erahnt schon im Vorwege, was am Ende des Buches geschieht.

Spannend ist es trotzdem, weil man in diesem Band unheimlich viel über New York lernt und das Gefühl hat, einiges aus der Lektüre mitnehmen zu können. Leider haben meines Erachtens die Rätsel in der Qualität nachgelassen, so dass es weniger Spaß macht, mitzuraten.

Abgesehen davon haben die Figuren wenig Entwicklung gezeigt. Klar, Emily und Ryan sind sich einander sicher. Sie leben ihre Beziehung aus und das ist wirklich schön mitanzusehen. Aber ihre Charaktere sind wenig gewachsen und man kann sich nicht mehr wirklich in sie hinein versetzen, irgendwie war das für mich ziemlich emotionslos und das sollte gerade bei so einem Thema eher nicht passieren.

Die Geschichte an sich ist sehr gut zu lesen, was vor allem dem schnellen und flüssigen Schreibstil zu verdanken ist. Der Handlungsbogen lässt wie bereits oben geschrieben zu wünschen übrig, verliert einfach viel seiner Kraft, weil man das Prinzip schon kennt.
Einige logische Dinge haben mir dann echt das Lesevergnügen vermiest.
Sicher, die Jagd ist rasant und Zeitdruck ist ein ganz wichtiger Faktor. Dass die Protagonisten sich dann wirklich beeilen müssen, ist verständlich. Wenn dann aber innerhalb von zwei Minuten nach dem Stellen einer Aufgabe schon die Charaktere sich 1. Verstärkung gerufen haben (die immerhin in der Nähe war) und 2. Gemeinsam die Bibliothek betreten, dann empfinde ich das als überzogen. In vier oder fünf Minuten wäre das sicher möglich. Aber in zwei Minuten kann kaum jemand überhaupt ein Gebäude verlassen.
Dann doch lieber das Zeitfenster für die Aufgaben größer gestalten und somit zumindest realistische Bedingungen schaffen.

Insgesamt ist das Buch für einen zweiten Teil immer noch gut zu lesen und ziemlich rasant. Abzüge gibt es für die zeitlichen Minimalabstände, in denen die Protagonisten sich bewegen und die vorhersehbare Story. 

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen