Montag, 25. November 2013

Rezension: Die Springflut

Bei Büchern wie diesen merke ich immer wieder, das ich zu weich bin für diese Welt. Und damit meine ich nicht die ziemlich fiese Anfangssequenz...

Die Springflut: Roman
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: btb Verlag (26. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442753937
ISBN-13: 978-3442753932

Rezension:
Ein Mord bei Springflut, die Natur als Täter. Ein ungelöster Mordfall. Ein gebrochener Exermittler.
Und eine junge Polizeischülerin, die versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.

Dieses Buch ist irgendwie typisch skandinavisch. Da wird über viele, viele Seiten relativ wenig erzählt und wenn man am Ende dessen angelangt ist, was einem der Klappentext verrät, ist man schon auf Seite 350 oder weiter.

Wirklich schlimm ist das nicht, dies ist eines der Bücher, bei dem der Weg das Ziel ist und nicht zwingend die Auflösung.

Sprachlich ist es in Ordnung, relativ einfach gehaltene Sätze erhöhen das Lesetempo und so wundert man sich höchstens, wie unglaublich schnell man durch die Seiten fliegt.

Das Problem sind die Figuren. Keine von ihnen ist besonders sympathisch und greifbar, vielleicht am ehesten noch der klischeehafte zwielichtige Typ mit dem guten Kern, der nicht fehlen darf bei so einer Story.
Gerade die Hauptpersonen berühren den Leser nicht und das finde ich sehr schade.

Was ich nicht schade, sondern furchtbar finde ist, dass hier wieder auf den Zug aufgesprungen werden musste, Tiere sinnloserweise sterben zu lassen. Bringt es die Story weiter? Vielleicht. Hätte man den Effekt anders erreichen können?
Definitiv ja!
Ist es also nötig? Nur, wenn man zeigen will, wie abgebrüht man doch ist und das finde ich unnötig.
Das führt bei mir nur dazu, dass mir jegliches Wohlwollen dem Buch gegenüber fehlt und ich nicht mehr willens bin, bei der Bewertung Augen zuzudrücken.

Die Auflösung schließlich ist in Ordnung, das große Geheimnis am Ende jedoch mehr als durchschaubar.

Unterm Strich ein Buch, bei dem der Weg zur Lösung des Falles im Mittelpunkt steht und dessen Protagonisten ziemlich farblos sind. 

Bewertung: 2 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. Schöne Rezension, aber ich werde das Buch wohl eher nicht lesen, "farblose" Protagonisten mag ich gar nicht :(

    AntwortenLöschen
  2. Vielen Dank für die Rückmeldung! Ja, ich find das auch immer schade. Gutes Protas retten so manche schlechte Story ;)
    Lg

    AntwortenLöschen