Sonntag, 22. September 2013

Rezension: Bloodlines - Magisches Erbe

Ha! Ihr dachtet wohl, ihr bekommt ewig nichts neues von mir zu lesen, wa?
Dem ist aber nicht so, hier kommt die Rezension zur lang ersehnten Fortsetzung der Bloodlines-Reihe.
Zugegebnermaßen dachte ich zu Anfang der Reihe nicht, dass ich mit Sydney jemals warm werden könnte (und in einem Punkt kann ich das auch nicht), aber mittlerweile liebe ich auch diese Bücher, was aber hauptsächlich an Adrian liegt ^^
In diesem Fall habe ich das Buch vom Lyx-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen - vielen, vielen Dank!


Bloodlines: Magisches Erbe  
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (12. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802588371
ISBN-13: 978-3802588372

Rezension:
Die Alchemistin Sydney sitzt noch immer in Palm Springs fest, verbringt ihre Tage mit Schulunterricht und ihrer magischen Ausbildung, passt auf Jill, die einzige Verwandte der Vampirkönigin auf, ohne die die Königin ihren Thron verlieren würde und muss sich ganz nebenbei mit einem liebeskranken, dafür aber eloquenten und irgendwie doch unwiderstehlichen Vampir herumschlagen. Doch das sind noch lange nicht ihre größten Probleme…

Lange habe ich nicht mehr so sehnsüchtig auf die Fortsetzung einer Reihe gewartet, wie in diesem Fall und ich bin nicht enttäuscht worden.
Die Geschichte ist gut durchdacht, in sich logisch und so gut aufgebaut, dass das Potential genutzt

Die Figuren sind wie üblich sympathisch und plastisch ausgearbeitet, zumindest Sydney, Mrs Terwilliger und natürlich Adrian. Der wunderbare, witzige, dreiste Adrian.
Sydneys Mitstreiter bleiben da leider ziemlich auf der Strecke, andererseits hat man über diese in den vorhergehenden Büchern schon sehr viel erfahren, so dass es nur ein wenig störend, aber kein K.O.-Kriterium ist, dass sie in diesem Buch sehr in die zweite Reihe zurück treten.

Das Problem, das sich in diesem Buch präsentiert, ist vielleicht etwas gezwungen, letztendlich aber so gut umgesetzt, dass man darüber hinweg sehen kann, dass der Plot irgendwie unnötig ist.
Unnötig in dem Sinne, dass das hier aufgesetzt wirkt. So, als würde einfach die Geschichte um einen weiteren Band aufgeblasen werden und man hätte dieses Thema dafür ausgesucht. Es steht irgendwie außerhalb und dient nur als Hintergrund für die persönliche Entwicklung der Hauptcharaktere, die auch mit einem in der Story verwurzelterem Thema hätte erarbeitet werden können.

Letztendlich ist es aber interessant gemacht und ganz gut aufgelöst, so dass es nicht völlig fehl am Platz wirkt und es bringt Sydney und Adrian in die eine oder andere lustige und bemerkenswerte Situation.

Was mich im letzten Band gestört hat, war Sydneys Fixierung auf ihre Kalorienaufnahme, dies ist in diesem Band nicht mehr ganz so extrem, aber leider noch immer viel zu stark thematisiert.
Man bekommt ja direkt Gewissensbisse, wenn man beim Lesen wagt, etwas zu essen oder zu trinken. Ich finde, da hätte man Sydney eine sympathischere Macke verpassen können, eine, die weniger den Zeigefinger dem Leser gegenüber hebt.

Sprachlich ist das Buch, wie alle Bände der Reihe und der VA, sehr angenehm zu lesen, witzig und spritzig in den Dialogen und einfach ein Pageturner.

Insgesamt also eine wunderbare Fortsetzung, die vor allem mit den zwischenmenschlichen Beziehungen punkten kann, leider aber durch das leicht erzwungen wirkende Hauptthema und Sydneys Essprobleme Abzüge in der Bewertung hinnehmen muss.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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