Donnerstag, 27. Juni 2013

Rezension: Sehet die Sünder

Ich bin ja nicht so der Historien-Fan, aber ich versuche es dennoch immer wieder. So auch hier und naja... jetzt weiß ich auch spontan wieder, warum ich dieses Genre nicht mag, obwohl ich den Klappentext so interessant fand *seufz*

Sehet die Sünder: Historischer Roman
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423249404
ISBN-13: 978-3423249409
 
Rezension:
Menschen verschwinden in Saint Mourelles. Einige von ihnen werden später tot aufgefunden, einige bleiben verschwunden. Die Angst greift um sich und macht auch vor dem Schloss des Barons nicht halt, denn auch hier geschehen seltsame Dinge.

Zum Inhalt des Buches kann man eigentlich wenig sagen, ohne damit schon zu viel zu verraten. Bei einem Buch, das über 400 Seiten hat, ist das aber leider eine ziemlich traurige Aussage.
Die Story ist dünn und in der ersten Hälfte fast nicht vorhanden. Das, was geschieht könnte man auf wenigen Seiten zusammen fassen und auch die zwischenmenschlichen Tragödien, die eingeflochten werden, wirken alles andere als glaubhaft.

Die Figuren sind plakativ und stereotyp angelegt, Überraschungen erlebt man so gut wie keine, Charakterentwicklungen auch nicht. Die Personen werden nicht aufgebaut, sondern dem Leser vor die Füße geworfen und bleiben das ganze Buch über in ihren eigenen Welten und Grenzen gefangen. Ich finde das sehr schade, eine solche Geschichte hätte da viel mehr Raum geboten für interessante Charaktere.

Der Stil ist einigermaßen gut zu lesen, was auch daran liegt, dass die Sprache sehr modern gehalten und nur mit einigen ältlichen Begriffen versetzt ist, um den Leser immer wieder daran zu erinnern, in welcher Zeit er sich befindet.

Im letzten Drittel des Buches passiert dann endlich etwas, und gerade dies beruht auf wahren Begebenheiten, ist aber leider so schlecht mit der Geschichte verknüpft, dass es sich einfach nicht gut anfühlen mag.

Ich konnte mich beim Lesen nur schwer von dem Gedanken lösen, wie konstruiert einiges wirkt, dabei sollte eine gute Story doch natürlich sein und sich irgendwie richtig anfühlen. Daher unterm Strich ein Buch, das ganz viel Potential mitbringt und das den einen oder anderen vielleicht auch in einen Bann ziehen mag, das für mich aber einfach unrund war und dessen Figuren mir gar nicht gefallen wollten. 

Bewertung: 2 von 5 Punkten

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