Samstag, 22. Juni 2013

Rezension: Immortal Guardians: Düstere Zeichen

Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, dieses Buch zu lesen, ich bin einfach nicht warm geworden damit. Aber nun ist es ja vollbracht.

Immortal Guardians: Düstere Zeichen
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (11. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802586603
ISBN-13: 978-3802586606
 
Rezension:
Sarah denkt an nichts Böses als sie, von Schlaflosigkeit gequält, vor Sonnenaufgang im Garten arbeitet. Um so überraschter ist sie, als sie sich plötzlich in einer Situation wiederfindet, in der sie unbekannte Angreifer mit einem Spaten nieder streckt, um einen ebenso unbekannten, aber sehr attraktiven Mann zu retten, dem sie sich sofort verbunden fühlt.

Zunächst der Hinweis, dass ich wirklich gerne Fantasy lese. Und ich mag auch total seichte und vorhersehbare Geschichten, wenn denn wenigstens das Lesen Spaß macht.
An diesem Buch hatte ich leider jedoch relativ wenig Freude.

Zunächst ist der Schreibstil ziemlich platt und die Unterhaltungen, die geführt werden, sind manchmal schon unfreiwillig komisch, so fernab jeglicher Realität sind sie. Das betrifft nicht nur das Inhaltliche, wie Diskussionen über Sojaeis mit dem großen, schrankähnlichen, aber äußerst attraktiven Unbekannten, sondern die Art der Gesprächsführung wird immer alberner, seichter, unglaubwürdiger, was besonders im hinteren Teil des Buches zunimmt.

Die Figuren sind alles andere als sympathisch. Klar, Roland hat eine Katze. Yay. Das ist aber auch das Einzige, was von dem typischen „dunkler Held mit schlimmen Geheimnissen, von Selbstvorwürfen zerfressen, aber im Grunde seines Herzens soooooooooooo nett“-Klischee etwas abweicht.
Und Sarah? Sarah ist Superwoman. Sie hat alles, sie weiß alles, sie kann alles. Sie sich unglaublich toll aus, zierlich, aber gleichzeitig trainiert und natürlich weiblich, sie hat auf alles eine Antwort und ist natürlich mutig, heldenhaft, super intelligent und einfühlsam und eine knallharte Kämpferin.
Selbst die so farblose Bella hat da mehr Ecken und Kanten.

Und der Rest der Figuren ist nicht besser. Da werden Klischees abgebildet noch und nöcher und der Rest wird mit lieblos hingeklatschten, keineswegs ausgearbeiteten Figuren aufgefüllt.

Die Story setzt dem Ganzen dann die Krone auf.
Vorhersehbar, seicht und mit einem Nebenschauplatz ausgestattet, der am Ende auch der einzige Cliffhanger für das nächste Buch ist und der so deplatziert wirkt, dass ich fast sicher bin, dass er nachträglich reingeschrieben wurde.

Liest das Buch sich nun wenigstens gut?
Ja, nein, vielleicht. Es liest sich zumindest schnell. Und der Cliffhanger macht mich wider besseren Wissens neugierig.

Daher unterm Strich ein Buch, das vielleicht ganz gute Ansätze gehabt hätte (mal keine Vampire als Helden), in dem aber in der Story einiges unausgegoren ist und das zwei völlig unglaubwürdige Protagonisten hat. 

Bewertung: 2 von 5 Punkten

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