Montag, 17. Juni 2013

Rezension: Glits

Ok, ein Buch, das einigermaßen durchwachsen war, aber im Notfall kann es bestimmt helfen, denn ich bin fest davon überzeugt, dass es im Dunkeln leuchtet... Also die Aufmachung ist wirklich gelungen - auffällig. Für ein Jugendbuch, das eben nicht nur für Mädchen ist, find ich es prima.

Glits

Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (8. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522201736
ISBN-13: 978-3522201735
 
Rezension:
Jay ist anders als andere Jugendliche und das ist auch gut so. Mit denen will er sowieso nichts zu tun haben. Seltsam ist nur, dass diese Abneigung gegen jede Art von Zusammengehörigkeit ihn zum Mitglied eines besonderen Clubs macht. Er gehört nämlich zu den wenigen, den die Glits verstehen, das Wesen, das so plötzlich aufgetaucht ist und mit dessen Gesängen kein Erwachsener etwas anfangen kann. Und diese Besonderheit bringt nicht nur Jays Leben gehörig durcheinander.

Der Gedanke und das, was der Leser zwischen den Zeilen lesen kann, ist wirklich gut. Die Umsetzung leider nur mittelmäßig.
Im Grunde kann man das Buch in zwei Hälften teilen, wobei man beide gut hätte allein stehen lassen können, in der Kombination wirkt das eher künstlich, unpassend. Die Story plätschert dann auch mehr vor sich hin, ohne wirklich ergreifend oder intensiv zu sein.

Der Schreibstil ist angenehm und der jugendlichen Zielgruppe angepasst. Ein wenig ist man immer in der Gedankenwelt derjenigen, denen man gerade über die Schulter sieht, dabei.

Die Figuren, nunja. Es gibt gut ausgearbeitete Charaktere wie Jay und welche, mit denen man gar nicht warm werden möchte. Die meisten, selbst jene, mit denen man mitfühlen möchte oder sollte, bleiben farblos und langweilig, ihre Gedanken und Handlungen wirken aufgesetzt und gestellt.

Einzig das, was man am Ende mitnimmt, das, was hängen bleibt und das, was man sich als Antwort vorstellt bei der Frage „was will der Autor damit ausdrücken?“, das ist gut.

Unterm Strich leichte Lektüre, bei der die Charaktere zu wünschen übrig lassen, der Schreibstil und die Aussage aber noch einiges retten.  

Bewertung: 3 von 5 Punkten

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