Sonntag, 30. Juni 2013

Rezension: Engelsauge - Die Jagd beginnt

Ok, wenn man sich meine letzten Rezensionen so ansieht, hatte ich wohl kein besonders glückliches Händchen, aber das hier schlägt echt dem Fass den Boden aus. Im Ernst, ich habe mich selten so sehr über ein Buch aufgeregt, wie in diesem Fall und kann nur in aller Deutlichkeit davon abraten, es zu lesen!

Engelsauge: Die Jagd beginnt
Broschiert: 241 Seiten
Verlag: Asaro Verlag; Auflage: 1 (15. Mai 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3941930494
ISBN-13: 978-3941930490
 
Rezension:
Als ihre Adoptiveltern sterben, zieht Enya nach England zurück, woher sie kommt, um bei ihrem Onkel zu leben. Dort lernt sie einen geheimnisvollen Jungen kennen und findet sich plötzlich in einer uralten Fehde wieder, bei der nicht nur Vampire eine Rolle spielen.

Ich habe noch niemals ein Buch rezensiert, das ich nicht bis zum Ende gelesen habe. Jetzt ist es soweit.
Als ich den Klappentext gelesen habe, hätte ich vorgewarnt sein müssen – immerhin klingen Vampirengel schon ziemlich trashig.
Aber ich war gespannt, wie das wohl umgesetzt werden würde und wollte der Geschichte eine Chance geben.

Dieses Wohlwollen hat sich aber schnell gelegt.
Ich finde es zwar lästig, aber durchaus verständlich, wenn sich junge Autoren an erfolgreichen Werken orientieren. Wenn man merkt „ok, da wurde wohl Buch XY gelesen“.
Aber das hier ist eine bessere (eher schlechtere) Abschrift von Twilight.

Die Herkunft, die Art und Weise, der Job von Charlie… äh… dem Onkel, die geheimnisvolle Familie, blablabla… Es ist alles gleich.
Wäre das ein Musikstück, wäre die Sache schon lange vor Gericht gegangen und für die Autorin echt verdammt teuer geworden.
Das hier ist so offensichtlich und dann auch noch so grottenschlecht abgeschrieben, dass ich schreien möchte.

Wenn man keine eigenen Ideen hat, dann sollte man sich nicht als Autor versuchen. Und ich frage mich ernsthaft, was den Verlag geritten hat, das zu veröffentlichen.

Das ist auch der Grund, aus dem ich das Buch abgebrochen habe. Übrigens an der Stelle, als die Protagonistin in den benachbarten Ort fahren will, um dort die Buchhandlung zu besuchen.

Im Ernst, selbst wenn der Mittelteil irgendeinen Funken eines eigenen Gedanken haben würde – wie gut kann das schon sein, wenn der Schreiberling nicht in der Lage ist, die Hinleitung bis dort selber zu erdenken?

Bis zu dem Teil, an dem ich es nicht mehr ertragen konnte, hat die Autorin Twilight genommen, die Ideen rausgefiltert und in ihrer eigenen (schlechteren) Sprache und Stilistik abgetippt. Die Gespräche sind flach und langweilig, die Figuren farblos und über die Story brauche ich glaube ich nichts mehr zu sagen.

Dieses Buch wäre besser nie ABgeschrieben worden. 

Bewertung: 1 von 5 Punkten 

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