Mittwoch, 20. März 2013

Rezension: Zurück nach Hollyhill

Dieses Buch habe ich auch schon ein paar Wochen beendet, habe aber noch die Rezensionssperrfrist abwarten wollen und dann irgendwie vergessen ^^
Naja, im Alter....

Informationen zum Buch:
Autor: Alexandra Pilz
Seiten: 352 Seiten (Hardcover)
Verlag: Heyne (Februar 2013)
ISBN 10: 3453534263
ISBN 13: 978-3453534261
Rezension:
Emily erhält bei ihrem Schulabschluss einen Brief ihrer vor Jahren verstorbenen Mutter, in dem diese sie darum bittet, nach Hollyhill zu reisen, dem Dorf, das ihre Heimat ist.
Und weil sie ohnehin gerade nicht so genau weiß, was sie mit sich anfangen soll, macht sie sich trotz der Vorbehalte ihrer Großmutter auf den Weg und muss in England feststellen, dass niemand das seltsame Dorf zu kennen scheint. Es ist auf keiner Karte verzeichnet und überhaupt reagiert der einzige, der den Weg kennt, äußert befremdlich auf ihren Wunsch, Emily dorthin zu bringen. In Hollyhill angekommen muss sie dann feststellen, dass hinter der friedlichen Fassade so einiges anders ist, als erwartet.

Davon abgesehen, dass der äußere Schein ja nicht alles ist, muss ich in diesem Fall ein deutliches Lob aussprechen. Das Buch ist wirklich ein Eyecatcher und das jenseits von pinkem Mädchenkram oder pastelligen Schnörkeln. Wirklich toll gemacht.

Der Schreibstil ist relativ einfach, dabei aber gut zu lesen und nicht zu platt, so dass man ganz leicht durch das Buch gleitet, ohne über grobe Schnitzer zu stolpern.

Die Figuren sind leider etwas zu oberflächlich geblieben. Man erfährt immer nur ein Bisschen, aber nicht genug, um sich wirklich mit ihnen anzufreunden. Silly beispielsweise, die wirklich eine gute Grundlage mitbringt, bleibt sehr farblos, das hätte viel schöner werden können. Es ist nicht so, dass die Figuren wirklich langweilig oder unsympathisch wären, aber es fehlt mir einfach noch zu viel um hier in Begeisterung auszubrechen. Ich hätte mir gerade die männlichen Figuren und Emily etwas greifbarer, etwas kantiger und mit deutlicheren Charaktereigenschaften gewünscht.

Die Story an sich ist nicht schlecht, aber gerade im hinteren Teil, als sie an Fahrt aufnimmt und sich ihrem eigentlichen Ziel nähert, doch sehr flach und vorhersehbar. Das geht mir einfach alles zu komplikationslos (mal von der einen, ebenfalls vorhersehbaren Sache abgesehen).

Letztendlich aber muss man auch sehen, dass das hier ein Debütroman ist, der nicht nochmal durch die Hände von Übersetzern gelaufen ist, die ja auch nochmal etwas überbügeln können. Von daher ein ziemlich guter Ansatz und ich würde mich freuen, noch mehr von der Autorin zu lesen.  

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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