Sonntag, 31. März 2013

Rezension: Ich soll nicht töten

Dieses Buch habe ich schon seit Beginn des Jahres in meinem Besitz und dementsprechend lange auch schon beendet. 

Informationen zum Buch:
Autor: Barry Lyga
Seiten: 384 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Blanvalet (Februar 2013)
ISBN 10: 344238043X
ISBN 13: 978-3442380435

Rezension:
Jasper „Jazz“ Dent hat eigentlich nur einen Wunsch: Ein ganz normaler Teenager sein, untertauchen zwischen seinen Schulkameraden. Doch das ist leider nicht möglich, denn Jazz lebt in einer Kleinstadt in der ihn jeder kennt. Und Jazz ist der Sohn des berüchtigsten Serienmörders der Geschichte: Billy Dent.
Und Billy hat dafür gesorgt, dass Jazz niemals ein normales Leben führen wird, denn Billy hat ihn Stück für Stück zu seinem Nachfolger herangezogen und ihm beigebracht, was er wusste. Nur will Jazz dieses Erbe nicht antreten und als in seiner Kleinstadt neue Morde geschehen die erschreckend deutlich Billys Handschrift tragen, setzt Jazz alles daran, zu beweisen, dass der naheliegende Verdacht falsch ist und er nicht der Mörder ist.

Dies ist mal wieder eines der Bücher, die einen bei der Bewertung wirklich ins Grübeln bringen. Es gibt einiges, was wirklich gut gelungen ist und vieles, was nicht so gut war.

Der Schreibstil ist beispielsweise ziemlich gradlinig, fast schon eintönig. Die Übersetzung lässt viele Anglizismen übrig, was für ein Buch in dem der Protagonist ein Jugendlicher ist, in Ordnung sein mag, für einen Roman für Erwachsene stellenweise etwas unglaubwürdig wirkt.
Die Frage danach, wer eigentlich angesprochen werden soll, stellt sich ohnehin. Die Sprache ist eher jugendlich und die Protagonisten sind es ebenfalls. Das Thema allerdings und einige der Details sind es nicht.

Die Charaktere sind recht plakativ und einfach und so sehr man in die Gedankenwelt von Jazz eintaucht, so wenig kann man sich ein richtiges Bild von ihm machen. Seine Mitbürger erfüllen diverse Klischees, angefangen vom abgehalfterten Dorfsheriff bis zur piepsigen Theaterlehrerin.

Die Idee des Buches ist toll und, so altklug Jazz auch manchmal wirkt, recht gut umgesetzt. Mich hat sie zumindest beeindruckt, wenn es auch manchmal ein klein wenig überzogen wirkt. Eine Erklärung für die Handlungsweisen ergibt sie allemal.
Die Handlung allerdings bleibt hierbei irgendwie auf der Strecke. Sicher, das Buch liest sich recht flüssig, aber spannend ist es nicht. Man kann es ohne Bedauern zur Seite legen und erstmal etwas anderes lesen und das ist – gerade für einen Thriller – keine besonders schöne Eigenschaft.

Unterm Strich eine tolle Idee, die leider etwas schwach umgesetzt wurde. 

Bewertung: 3 von  5 Punkten

1 Kommentar:

  1. Hallo, genauso empfand ich das Buch auch...Total unspannend..:-( L.G. Annette

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