Sonntag, 22. April 2012

tagg, ich bin!

Pauline hat mich getaggt und nun darf ich folgende Fragen beantworten:

1. Wie lange brauchst du, um eine Rezension zu schreiben?
Das kommt ganz darauf an. Bei einigen Büchern habe ich die Rezi schon im Kopf, wenn ich sie noch gar nicht ausgelesen habe. Bei anderen schiebe ich das ewig vor mir her. Wenn ich aber erstmal angefangen habe, zu schreiben, geht es ganz schnell.
2. Welches ist dein Lieblingsbuch?
Die Frage habe ich schon oft nicht beantwortet. Ich habe kein absolutes, allein stehendes Lieblingsbuch, dem der Rang von keinem anderen abgelaufen werden kann.
3. Mit welchem Buch hat deine Sucht angefangen?
Kann ich nicht sagen, in meiner Familie wurde schon immer gelesen, also bin ich damit aufgewachsen.
4. Was liest du zur Zeit?
Tribute von Panem, Teil drei und Schwarze Schwäne.
5. Hast du gerade Ferien/Urlaub?
Nein, ich weiß schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt.

Da ich selber gerade keine schlauen Fragen habe, werde ich niemanden taggen.

Samstag, 21. April 2012

Rezension: Die Leiden einer jungen Kassiererin

Dieses Buch habe ich vor einiger Zeit auf dem Grabbeltisch gefunden und damals mitgenommen, weil ich es irgendwie interessant fand...nunja...

Informationen zum Buch:
Autor: Anna Sam
Seiten: 176 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Goldmann Verlag (August 2010)
ISBN 10: 3442156238
ISBN 13: 978-3442156238

Rezension:
Sie waren noch nie Kassiererin? Sie werden bald eine sein? Sie werden das Leben an einer Supermarktkasse schon noch kennen lernen! Hier ist der Leitfaden zum Topjob.

Anna Sam wird als Sprecherin der Supermarktkassiererinnen Frankreichs gefeiert, prangert sie doch mit ihrem Buch recht deutlich die unterirdischen Arbeitsbedingungen der Kassiererinnen an und zeigt darüber hinaus auf, womit sich diese tagtäglich im Kontakt mit den Kunden herumschlagen müssen.

Ich gebe zu, der Job ist sicherlich nicht leicht und die Arbeitsbedingungen, die beschrieben wurden, lassen andere Nebenjobs traumhaft wirken. Dennoch schleicht sich in diesem Buch einfach für meinen Geschmack zu oft ein abwertend-aggressiver Tonfall ein.

Auch den Kunden gegenüber, die hier gnadenlos bloßgestellt und niedergemacht werden, ganz egal, ob sie freundlich (wie anstrengend und wehe, die machen noch Witze!), unfreundlich (geht gar nicht), früh im Laden (Drängler) oder spät im Laden (Trödler) sind. Egal, was der Kunde tut, es ist falsch und/oder gibt Grund, darüber herzuziehen.

Ich kann mir schon vorstellen, dass der Job schwer ist und die Kunden die Nerven ordentlich strapazieren können.  Aber muss man sich denn über jede Art von Kunden so massiv beschweren?
Das hat wenig mit Sarkasmus oder Humor zu tun, sondern wirkt wie eine generelle Abrechnung von jemandem, der eigentlich Menschen im Allgemeinen nicht mag.

Das ist schade, zumal es sicherlich tausend Anekdoten gibt, die wunderbar in ein Buch diesen Themas gepasst hätten. Situationen, die witzig, kurios, peinlich oder auf andere Weise erwähnenswert waren.
So ein Buch hätte ich gerne gelesen. Eines, das Kritik am Kunden durch die Blume anbringt, Beispiele zeigt, die zum Nachdenken oder Lachen einladen.
Keines, das Rundumschläge verteilt und auf zwanghafte Weise dabei witzig zu sein versucht.

Sprachlich ist das Buch ganz gut, wenn man von dem verzweifelt-ironischen „ach ja, nicht Kassiererin, sondern Servicemitarbeitern Kasse“ mal absieht, das sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht und mehr als nur ein wenig Frust durchblicken lässt. Die Autorin kann durchaus mit Worten umgehen und weiß sich auszudrücken, was dazu führt, dass man das Buch flüssig und schnell durchgelesen hat.

Darüber hinaus allerdings konnte es mich gar nicht begeistern, es wirkte für mich zu gezwungen und statt etwas aus dem Leben zu erzählen warnt die Autorin eine imaginäre neue Kassiererin vor so ziemlich allem, was geschehen kann und jedem, der ihr begegnen könnte und das einfach, indem sie über alles und jeden herzieht.
Unnötig.


Bewertung: 1 von 5 Punkten (mit Tendenz nach oben)

Sonntag, 15. April 2012

Rezension: vergissdeinnicht

Dieses Buch ist schon optisch etwas ganz Besonderes und der Inhalt steht dem in nichts nach. Endlich konnte ich mal wieder die Höchstwertung vergeben.

Informationen zum Buch:
Autor: Cat Clarke
Seiten: 288 Seiten (broschiert)
Verlag: Bastei Lübbe  (März 2012)
ISBN 10: 3785760612
ISBN 13: 978-3785760611

Rezension:
Als Grace aufwacht, findet sie sich in einem komplett weißen Raum wieder. Nichts hat Farbe, nicht die Wände, nicht das Bett, nicht ihre Kleidung und dabei liebt sie Farben doch so sehr. Und dann ist da Ethan, der sie scheinbar in diesen Raum gesperrt hat. Der ihr Essen bringt, sonst aber nur kryptische Antworten für sie hat. Und ein Tisch, Papier und Stifte.
Also schreibt Grace.

Weder der Klappentext, noch die ersten Kapitel des Buches lassen erahnen, was dahinter steckt. Das hier ist eine Geschichte, auf die man sich genau so einlassen muss, wie sie für Grace beginnt: Einfach von vorne. Lesen und abwarten, was passiert.

Eine erfrischende Ausnahme von all diesen Geschichten, bei denen man das Grundgerüst der Handlung bereits auf den ersten Seiten oder aus der Klappe erkennen kann. Hier ist es, als würde man einen Film sehen, von dem man noch niemals etwas gehört hat: Man fängt einfach an und wartet ab, wohin einen die Reise führt.

Der Autorin gelingt hier ein kleines Meisterwerk, weil man, selbst wenn man nach einiger Zeit eine Ahnung hat, was wirklich hinter der Story steckt, doch bis zum Ende im Dunkeln tappt. Man hat eine Vermutung, aber die Auflösung kommt wirklich erst am Schluss und bis dahin fliegt man durch die Seiten und versucht, hinter das Geflecht aus Lügen, Selbsttäuschung, Hoffnung und Verzweiflung zu blicken, das Grace umgibt. Dies ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und das nicht erst, wenn man es beendet hat.

Obwohl man als Leser eigentlich nur Graces Manuskript vor Augen hat, das was sie zu ihrem jeweiligen Tag schreibt und das, was sie zu ihrer Vergangenheit schreibt, weiß man immer, wo in der Erzählung man sich befindet.

Die Figuren der Handlung sind nur oberflächlich beschrieben, was, wenn man bedenkt, dass die Handlung aus der Erinnerung einer Jugendlichen erzählt wird, schon nachvollziehbar ist. Es ist kein Roman in dem Sinne, wo man sich die Charaktere vor Augen hält, sondern man schaut einem Teenager dabei zu, wie sie versucht, sich durch die Erinnerung zur Wahrheit zu kämpfen und dabei wird es fast unwichtig, dass man selbst zum Schluss noch nicht weiß, wie Grace eigentlich aussieht. Aber eben nur fast.
Andererseits hätte man eine Selbstbeschreibung kaum glaubhaft unterbringen können.

Die anderen Figuren sind besser beschrieben, eben aus Graces Erinnerung heraus, bleiben aber hauptsächlich an ihren Handlungen unterscheidbar, an dem, was bei Grace ankommt, nicht an dem, was wirklich in ihnen vorgeht.
Aber, wie gesagt, für diese Art von Geschichte passt das.

Die Sprache ist wohl so, wie sie aus so einer Situation heraus entsehen würde, auch wenn mir ein wenig zu oft gekotzt wurde, beziehungsweise ein wenig zu umgangssprachlich geschrieben wurde.

Insgesamt aber ist das hier ein Buch, das wirklich mal ganz anders ist, als man es gewohnt ist. Das Graces Gefühlsleben ganz ungefiltert und damit authentisch abbildet und bei dem man nicht nur das Gefühl hat, direkt im Geschehen zu sein und zusammen mit der Protagonistin der Wahrheit nur Stück für Stück näher zu kommen, sondern bei dem man am Ende zurück bleibt mit dem Gedanken „so passt es“.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Donnerstag, 12. April 2012

Rezension: Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals

Dieses Buch habe ich über BloggDeinBuch erhalten, in diesem Fall erfolgte die Zusammenarbeit mit dem Residenz Verlag.
Ein Buch, dessen Beschreibung mich so sehr interessiert hat und dessen Umsetzung mich dann so enttäuscht hat, dass ich tatsächlich ein paar Tage brauchte, um meine Gedanken in Worte zu fassen.

Informationen zum Buch:
Autor: Michaela Karl
Seiten: 320 Seiten (Hardcover)
Verlag: Residenz Verlag  (Februar 2012)
ISBN 10: 3701732574
ISBN 13: 978-3701732579

Rezension:
Zelda und F. Scott Fitzgerald sind wohl eines der schillerndsten Paare der 1920er Jahre im Allgemeinen und der Literaturszene im Speziellen. Sie lebten laut, intensiv und steuerten in aller Öffentlichkeit auf einen Abgrund zu, der ihrer beider Leben zerstörte. Michaela Karl legt hier die Biographie dieses außergewöhnlichen Ehepaares vor.

Gleich in der Einleitung schreibt die Autorin, dass die bisher erschienenen Biographien und ausgesprochenen Meinungen sich meistens auf die Seite eines der Ehepartner stellten und den jeweils anderen für den Untergang der beiden verantwortlich machten. Dies solle nun anders sein, zumal das Paar und die gemeinsame Interaktion im Mittelpunkt stehen.

Dennoch liest sich aus dem Text eine Meinung heraus. Man spürt an den Formulierungen, dass auch die Autorin bei den Fitzgeralds einen Liebling hatte und einen, dessen Verhalten sie beständig durch ihre Formulierungen viel deutlicher kritisierte als das ausschweifende Leben des Paares im Allgemeinen.

Überhaupt bin ich davon ausgegangen, bei so einem lebendigen Titel, bei der überschäumenden Begeisterung der Pressestimmen, dass hier ein gut lesbares, spritziges, frisches Werk vor mir liegen würde, dessen Seiten sich von allein umblättern und dessen Sprache mich in die damalige Zeit ziehen und zum Zuschauer der Fitzgeralds machen würde.

Dem ist nicht so. Die Kapitel sind sehr lang und bestehen durchgehend aus einem einzigen Fließtext. Von Auflockerung durch Absätze keine Spur. Die Sprache des Buches ist dann auch recht umständlich und trocken. Es wirkt fast so, als hätte die Autorin versucht, sich an den Spruch eines Professors meiner Universität zu halten: Es darf keinen Spaß machen, eine wissenschaftliche Arbeit zu lesen.

Und dass man hier versucht hat, zumindest vordergründig wissenschaftlich zu arbeiten, liegt bei Quellen- und Personenverzeichnis auf der Hand.
Und nein, es hat keinen Spaß gemacht, das Buch zu lesen, für eine reine wissenschaftliche Arbeit war es dann aber doch deutlich zu wertend im Text.

Ich finde es schade, ich denke, man hätte das Leben solch schillernder Persönlichkeiten deutlich lebendiger und mitreißender beschreiben können, als es hier geschehen ist. So trocken und langatmig, wie dieses Buch geschrieben ist, musste ich mich tatsächlich hindurch quälen.

Eine Aufwertung erfährt das Buch durch die eingefügten Fotos, die einen guten Eindruck der Personen liefern.

Für Leute, die sich für die Fitzgeralds interessieren, ist vielleicht zu wenig Neues dabei, vielleicht aber sind einige der zwischenmenschlichen Beziehungen und Verwicklungen dennoch spannend zu lesen. Leute, die eine mitreißende Geschichte über das Leben der „Kate Moss & Pete Doherty“ der 1920er erwarten, sollten sich lieber an kurze Biographien à la Wikipedia halten, die sind deutlich unterhaltsamer.

Bewertung: 2 von 5 Punkten

Statistik März

Endlich, endlich nun die Übersicht für den vergangenen Monat:

März 2011:

  1. Die Blumen des Schmerzes (Brenna Yovanoff), 382 Seiten, rezensiert
  2. Touched (Corrine Jackson), 416 Seiten, rezensiert
  3. Virtuosity (Jessica Martinez), 256 Seiten, rezensiert
  4. Nevermore (Kelly Creagh), 560 Seiten, rezensiert
  5. Tribute von Panem - Tödliche Spiele (Suzanne Collins), 414 Seiten
  6. Sternenfeuer (Amy Kathleen Ryan), 432 Seiten, rezensiert
Gelesene Bücher: 6
Davon rezensiert: 5
Gelesene Seiten: 2460
 Seiten pro Tag: 79,35

Sonntag, 8. April 2012

Buchkaufverbot 2012

Nachdem ich heute mal wieder mehr oder weniger erfolgreich in meinen Regalen herumsortiert habe und unweigerlich mit der Masse an nnoch nicht gelesenen Büchern konfrontiert wurde, habe ich beschlossen, mal wieder keine Bücher zu kaufen.

Neuzugänge gibt es nur noch, wenn ich sie gewinne oder auf andere Art und Weise gestellt bekomme. Man überlege sich mal, auch wenn das eine furchtbar platte Sichtweise ist, wie viel Geld dort in den Regalen steht, ohne dass man es nutzt. Daher auch das etwas drastische, wenn auch in meinem Fall realistische Logo.



Ich muss tatsächlich immer wieder feststellen, dass ich Unsummen ausgebe und die Bücher dann doch nur einstauben. Also Schluss damit, die nächsten drei Monate bis zum 07.07.2012 wird kein Geld für Bücher mehr ausgegeben (auch wenn mich da noch so einiges reizen würde).

Meine zweite und dritte Glossybox

Nun, bevor ich mich nachher hinsetzen und meine Statistik für März zusammensuchen werde, wollte ich euch noch Bilder meiner zweiten und dritten Glossybox von Januar und Februar zeigen.

Nachdem ich im Dezember so begeistert war, ging es mit den beiden Boxen echt bergab. Nicht, weil schlechte Dinge drin gewesen wären, sondern welche, die ich größtenteils einfach nicht brauchte. Das war schade, aber bei so einer Aktion kann man einfach nicht erwarten, dass es immer passt. 


Im Januar gab es ein schönes Duschgel, dunkellila Nagellack, eine Gesichtsmaske, einen Konturenstift und Lippendeko für Karneval (liebe Leute, ich wohne in Norddeutschland, kein Karneval *seufz*)



Im Februar waren es dann neben dem Armband ein Schminkpinsel (der ist toll!), silberner Lidschatten, eine Seife, Nagellack - diesmal dunkelblau - und Antifaltencreme (und das nehme ich dann doch etwas persönlich, eigentlich brauche ich das noch nicht ;) )



Ihr seht, eigentlich interessante Dinge, nur bin ich bei Nagellack eher der Freund von hellen, gerne auch knalligen, Farben. Und dunkelblau und dunkellila sind da einfach nicht meins, auch wenn die Lacke sonst toll sind. Ausprobiert habe ich sie ja. Wären es andere Farben gewesen, wäre ich froher gewesen, aber so ist es nunmal.

Was in meiner vierten Glossybox war, verrate ich euch auch demnächst.