Sonntag, 28. Oktober 2012

Rezension Ego-Trip

Vom Verlag edition zweihorn wurde mir dieses Buch als Rezensionsexemplar angeboten, an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank! Ich habe es mit großem Interesse gelesen, mich dabei aber auch immer gefragt, wie gut es wirklich als Unterrichtsmaterial ist. 

Informationen zum Buch:
Titel: Ego-Trip
Autor: Birgit Ebbert
Seiten: 127 Seiten (broschiert)
Verlag: edition zweihorn (Oktober 2012)
ISBN 10: 3943199010
ISBN 13: 978-3943199017
Rezension:

Mike ist 14 Jahre alt und wird die nächsten drei Wochen im Jugendarrest verbringen. Dort soll er darüber nachdenken, warum er ein Mädchen verprügelt hat. Mike hat aber überhaupt keine Lust, sich damit auseinander zu setzen und beginnt also, auf dem bereit gestellten Computer nach Spielen zu suchen und wir tatsächlich fündig. Das Spiel „Ego-Trip“ verspricht spannend zu sein und genau das ist es auch. Nur ganz anders, als Mike es erwartet hätte…

Dieses Buch bietet neben einer interessanten Geschichte unglaublich viele Ansatzpunkte für Unterrichtseinheiten. So viele, dass es fast schon ZU viele sind.  Es besteht die Gefahr, sich in der Themenvielfalt zu verrennen, wenn man die hingeworfenen losen Enden alle miteinander verknüpfen möchte.
Andererseits kann man das Buch dann wieder verwenden, wenn Lehrkräfte ausgebildet werden, um eben zu sehen, wie man hier filtern kann, welche Punkte wichtig sind, welche übergangen werden können.
So wie es ist, bietet das Buch einfach eine Fülle von möglichen Ansatzpunkten, aus denen man selber die für die eigene Klasse wichtigsten auswählen muss.

Die Geschichte selber ist interessant und damit auch für jüngere Jahrgänge geeignet, die sich mit der reinen Story und der Person Mike auseinandersetzen sollen.

Leider ist diese Person Mike ein weiterer kleiner Schwachpunkt. Sicher ist er so angelegt worden, um die Geschichte genau an diese Punkte zu führen, leider wirken seine Handlungen stellenweise recht unbegründet, wenig nachvollziehbar. Sie passen in die Handlung, aber nicht in die Person.

Davon abgesehen aber ist das Buch gut lesbar, auch für jüngere Kinder und bietet eine starke Botschaft.

Als Grundlage für Unterricht bietet dieses Buch unglaublich viel, wo auch aus meiner Sicht die große Schwierigkeit liegt, weil man dafür lernen muss, gut zu filtern. Für jüngere Kinder ist es eine interessante Geschichte, die zum Nachdenken anregt und für Studenten vielleicht sogar ein Medium, anhand dessen sie die Ausarbeitung für verschiedene Themen passender Unterrichtseinheiten lernen können.
Bewertung: 4 von 5 Punkten

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