Dienstag, 25. September 2012

Rezension: Wer kann für böse Träume

Nachdem ich sehr spontan dienstlich einige Zeit außer Landes war und mich danach erst wieder hier einarbeiten musste, gibt es jetzt doch wieder ein paar Rezensionen von mir.
Dieses Buch habe ich mal wieder von BloggDeinBuch, diesmal bestand die Zusammenarbeit mit dem Verlag Das wilde Dutzend.
Ich muss sagen, dass das Buch wirklich besonders und anders ist, auch wenn es mir persönlich nicht soooooo gut gefallen hat.

Informationen zum Buch:
Autor: Simone Veenstra (Hrsg.)
Seiten: 224 Seiten (Hardcover)
Verlag: Das wilde Dutzend (Juni 2012)
ISBN 10: 3981525205
ISBN 13: 978-3981525205
Rezension:

Wer wollte denn noch nie wissen, was für düstere Geheimnisse die ach so netten Märchen wirklich verbergen? Was dahinter steckt und welche Grausamkeiten vertuscht werden sollten?Die geheimen Akten zu den Grimmschen Märchen werden nun geöffnet und der Leser erfährt einige der Hintergründe und der wahren Geschehnisse, aber Vorsicht! Nichts für schwache Nerven!

Wenn sich gleich 15 Autoren und 15 Illustratoren zusammen tun und eine ganz eigene Interpretation der Märchen der Gebrüder Grimm oder dem, was dort eben NICHT erzählt wird, abliefern, darf man zu Recht gespannt sein.

Diese Anthologie liefert dann auch ganz unterschiedliche, ganz individuelle kleine Kunstwerke ab, die zwar oftmals brutal und makaber sind, sich aber auch gerade dadurch von allem, was man hierzu bisher lesen konnte, abheben. Die Illustrationen reichen, ich gehe da von meinem persönlichen Geschmack aus, von wunderschön bis unglaublich hässlich. Nun, das ist Ansichtssache, man kann aber festhalten, dass hier die unterschiedlichsten Stile genutzt werden, was wieder eine deutliche Aufwertung ist.

Die einzelnen Kapitel werden von Anmerkungen und Auszügen aus den „Grimm Files“ beendet, die mystisch-authentische Hintergrundinformationen liefern sollen. Ehrlich gesagt fand ich diesen Teil sehr unnötig. Eine Anthologie mit Eigeninterpretationen rund ums Thema Grimmsche Märchen wäre da völlig ausreichend gewesen. Die abgehobene Rahmengeschichte um die Geheimloge, die nun bereit ist, Informationen zu teilen, ist mir einfach zu viel.
Zu albern, zu unnötig, zu störend. Zu wenig informativ, wenn man es auf der Ebene betrachten will, zu erklärend, wenn man die andere Seite sieht. Störend.

Davon abgesehen dürfte stilistisch für jeden etwas dabei sein, da sich hier doch recht unterschiedliche Menschen und ihre Kunstwerke begegnen.
Ob man inhaltlich etwas mit dem Buch anfangen kann, liegt dann aber auch wieder am Einzelnen selbst. Ich fand einige Geschichten überflüssig, weil nichtssagend.
 Andere wiederum haben mir außerordentlich gut gefallen, weil sie eben genau das tun, was mir versprochen wurde: Ein neues Licht auf Märchen werfen.

Da man bei Anthologien aber ohnehin davon ausgehen kann, dass einem nicht alles gleich gut gefällt, war damit zu rechnen. Dennoch leider an einigen Punkten kein besonderes Lesevergnügen, an Anderen dafür um so mehr.Durchwachsen, durch die Art der Zusammenstellung aber dennoch lesenswert. 

Bewertung: 3 von 5 Punkten

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