Freitag, 11. Mai 2012

Rezension: Finding Sky

Wieder eines der Bücher, das durch ein besonderes Cover auf sich aufmerksam macht. Ein knalliger Farbton mit silbernen Blättern, die ganz so wirken wie die Kratzbilder, die man als Kind hatte. Einfach hübsch. 

Informationen zum Buch:
Titel: Finding Sky
Autor: Joss Stirling
Seiten: 464 Seiten (Hardcover)
Verlag: dtv (Mai 2012)
ISBN 10: 3423760478
ISBN 13: 978-3423760478

Rezension:
Weil ihre Eltern einen Auftrag in Amerika erhalten, zieht die Britin Sky mit ihnen um und sieht einem Jahr an einer Highschool entgegen. Umso erleichterter ist sie, als ihr Einstieg dort nicht ganz so schlimm ausfällt, wie erwartet, nur der unzähmbare Zed, der Raufbold des Jahrganges, macht ihr das Leben schwer.

Wieder ein neues Geschöpf auf der großen Leinwand der Jugendfantasy: Der Savant. Das Positive? Es sind auch nur Menschen. Besondere zwar, aber nur Menschen. Das ist mal eine nette Abwechslung.

Die Struktur des Romans allerdings ist dann doch wieder recht bekannt, mit dem Unterschied, dass die Rolle der ewig Zweifelnden dieses Mal ausschließlich auf das Mädchen entfällt. Ansonsten aber sind die Abläufe erschreckend bekannt.

Der Schluss, ich hoffe ich nehme hier nicht zu viel vorweg, ist mir zu einfach erklärt gewesen. Nicht das Finale an sich, das fand ich ziemlich gut, sondern die offizielle Version. Das war mir zu simpel und komplikationslos.

Der Stil des Buches ist sein großer Pluspunkt. So humorvoll wie diese Geschichte geschrieben ist, habe  ich mich des Öfteren dabei ertappt, loszuprusten. Vielleicht trifft es einfach nur meinen Humor, aber das war von dieser Seite aus eines der besten Bücher seit Langem.
Die Sprache an sich ist der Story angepasst und wirkt einfach stimmig und natürlich, so dass man sich die Unterhaltungen richtig bildlich vorstellen kann.
Störend fand ich nur die Erzählperspektive. Theoretisch stehe ich auf ich-Erzählungen, sie bringen einen näher an die Handlung und an die Gefühle der erzählenden Person. Gerade aber im hinteren Abschnitt ist es absolut unpassend, diese Dinge von der Person erzählen zu lasse, der sie passiert sind, was wirklich schade ist.

Die Figuren sind recht unterschiedlich. Sky als Protagonistin gibt sehr viel ihres Inneren, ihres Denkens und ihrer Einstellung preis, so dass man sich von ihrem Charakter ein sehr, sehr gutes Bild machen kann. Ihr Äußeres wird wenig beschrieben, ebenso wird bei Zed mehr Wert auf seine Wirkung als auf sein Aussehen gelegt, so dass man sich diese beiden zusammen manchmal nur schwer vorstellen kann.
Zeds Verhaltensänderung wirkt dann aus Skys Sicht (und damit der des Lesers) doch sehr überstürzt und man wird mit dem liebevollen und aufmerksamen Zed nur schwer warm.

Die Nebenfiguren bleiben dann insgesamt leider sehr blass und hinterlassen kaum Eindruck, die ganze Handlung dreht sich um Sky, Zed, ihre Gaben und eine dunkle Bedrohung, nicht um die Charaktere und gar deren Entwicklung.

Insgesamt fehlt mir bei den Figuren einfach eine tiefere Ebene und die Erzählweise passt für einige Handlungsstränge nicht. Dafür ist der Stil sehr angenehm zu lesen und die Erzählweise humorvoll.

Bewertung: 4 von 5 Punkten mit Tendenz nach unten

Kommentare:

  1. Eine sehr schöne Rezi. Liest sich toll. Das Buch kommt auch auf meine WL. :)

    LG
    Lilly

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