Montag, 28. November 2011

Ganz ruhig...

... ist es hier im Moment.
Der Grund dafür sind unter anderem die gefühlten tausend Umzugskisten, die derzeit bei mir herum stehen und darauf warten, in einen großen Wagen geräumt und in meine neue Wohnung gefahren zu werden.

Außerdem habe ich derzeit daheim kein Internet und in der neuen Wohnung auch noch nicht, so dass ich da auf freundliche Unterstützung angewiesen bin, wenn ich etwas schreiben möchte.

Also gibt es im Moment wenig bis sehr wenig zu hören, ich hoffe aber, in zwei Wochen wieder richtig mit von der Partie zu sein.
Derweil könnten die Weihnachtsleser schon mit ihren Büchern beginnen, wenn sie möchten ;)

Montag, 21. November 2011

Rezension: Saeculum

So, seien wir mal ehrlich: Das Buch ist optisch einfach nur fantastisch. Fässt sich genau so griffig an wie Erebos, aber die Baumschatten auf weißem Hintergrund und der schwarze Schnitt sind schon wirklich etwas Besonderes. Und da ich Erebos schon so großartig fand, war ich natürlich noch gespannter auf dieses Buch und umso dankbarer bin ich, dass ich auf der Leser-Welt tatsächlich das signierte Exemplar zur Leserunde gewonnen habe.
Danke nochmal an die Glücksfee!

Informationen zum Buch:
Titel: Saeculum
Autor: Ursula Poznanski
Seiten: 496 Seiten (broschiert)
Verlag: Loewe Verlag (November 2011)
ISBN 10: 3785570287
ISBN 13: 978-3785570289

Rezension:
Eigentlich möchte Bastian nur mehr Zeit mit der hübschen Sandra verbringen und sagt daher zu, sie zu einem Rollenspiel in einen abgelegenen Wald zu begleiten. Dort jedoch greift das Mittelalter mit todeskalten Fingern nach ihm und lässt ihn nicht mehr los.

Nachdem Erebos so mitreißend, spannend und überraschend war, wundert es kaum, dass die Erwartungen an Saeculum außerordentlich hoch waren. Und, um das Wichtigste vorweg zu nehmen: Zu Recht!

Die Autorin bindet den Leser mit ihrem direkten, schnörkellosen und kurzweiligen Schreibstil an die Handlung und die Figuren und schafft es wie kaum jemand anderes, dass man sich in junge, männliche Protagonisten hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen kann, als wären es die eigenen.

So findet man sich nach einem gemütlichen, aber stimmungsvollen Einstieg recht bald in einer Handlung wieder, die interessant bleibt und immer wieder mit Überraschungen aufwartet, so dass man den ganzen Mittelteil spannungsmäßig auf recht hohem Niveau mit den Charakteren miträtselt. Denn auch das kann die Autorin ganz wunderbar: Hinweise so verstecken, dass man sich erst  wenn man die Lösung kennt, an sie erinnert und auf einmal alles ein Bild ergibt. Bis fast zu diesem Zeitpunkt tappt man als Leser noch im Dunkeln und das ist in der Tat eine erfrischende Abwechslung zu all den 0815-Stories, die sonst so veröffentlicht werden.

Nun mag man bemängeln, dass nach erfolgte Auflösung das Buch noch lange nicht zuende ist, noch etwas Handlung vor sich hin plätschert, ich muss allerdings sagen, dass sich dieses langsame, ausführliche Ende sehr gut in das Ganze einfügt und mir sehr gut getan hat. Ich konnte mich so von dem Buch, der Handlung, den Figuren verabschieden, wurde nicht einfach wieder aus dem Geschehen heraus katapultiert. Eine sehr angenehme Lösung für ein Buch, das mal keine Reihe ist. Ein versöhnlicher Abschied sozusagen.

Die Auflösung der Handlung selber ist meiner Meinung nach nicht vollständig gelungen, was nicht heißt, dass sie nicht intelligent oder logisch wäre. Sie fühlt sich einfach nur nicht ganz passgenau an, als wäre da noch irgend eine Kleinigkeit unstimmig, das mag aber auch persönliches Empfinden sein.

Die Figuren sind eine wie die nächste lebensnah und greifbar, man sieht sie trotz spärlicher Beschreibungen von Äußerlichkeiten gerade zu vor sich, weil sie sich durch ihre Handlungen und Worte definieren und die Autorin so ein ganz klares Bild von ihnen zeichnet, das sich durchaus auch während der Lektüre verändert. So ist es dann auch enorm spannend, das Zwischenmenschliche zu betrachten, was wirklich sehr gut ausgearbeitet wurde. Die Interaktion der Figuren untereinander ist teilweise erschreckend real und damit umso gruseliger.

Und so klappt man am Ende ein wunderschön gestaltetes Buch zu, das durch eine spannende Handlung, nachvollziehbare Figuren und eine ganz besondere, greifbare Atmosphäre besticht.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Freitag, 18. November 2011

Freitags-Füller

Die Vorlage ist wie immer auf scrap-impulse zu finden.

1. Nächste Woche schaffe ich hoffentlich ganz viel von dem, was ich noch erledigen muss.
2.  Ich würde regelmäßig die halbe Nach wachbleiben, wenn ich könnte wie ich wollte.
3. Es riecht nach Weihnachten wenn  ich meine neuen Dufttarts schmelze *juchu*.
4.  Ich mag IKEA.
5.  Es läuft  grad die Waschmaschine
6.  Es gibt ganz wenige Filme, die kann man ständig gucken - immer und immer wieder.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Feierabend und Sekt, morgen habe ich leckeres Essen gehen geplant und Sonntag möchte ich einfach einen schönen Tag haben!

Donnerstag, 17. November 2011

Weihnachtslesen: Es gibt auch ein Logo

Ich habe ja hier schon über das Weihnachtslesen berichtet, das ich machen möchte/werde.
Nochmals ganz deutlich: Jeder der möchte, ist herzlich eingeladen, mitzulesen. Ohne Vorgaben, ohne Zwang.
Einfach ein Buch oder ein paar mehr Bücher zum Thema Weihnachten in der Adventszeit lesen und die Rezensionen mit uns anderen teilen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich hier noch der eine oder andere einfinden würde, der auf einmal eine Weihnachtsrezension aus dem Hut zaubert :)

Und damit man diese entsprechend zuordnen kann, gibts ein kleines Logo.

Ok, es ist kein Meisterwerk und ich konnte auch nur zwei Buchstaben gut sichtbar unterbringen, aber hey, der Gedanke zählt - passend zu Jahreszeit - nicht wahr? ;)
Im Übrigen seht ihr dort meinen selbstgemachten weihnachtlichen Türkranz. Ich liebe ihn.

Falls also noch jemand mitmachen möchte und jetzt vom Bild nicht völlig abgeschreckt ist, darf derjenige sich das Bild gerne mitnehmen, wenn es mit einem Hinweis auf die Herkunft versehen wird.

Mittwoch, 16. November 2011

Wer möchte noch einen Adventskalender haben?

Ok, ich bin ja manchmal spät dran, so auch heute, aber dennoch möchte ich euch das hier nicht vorenthalten:
Rike verlost auf ihrem Blog "vom Leben geschrieben" gleich 5 ganz tolle Adventskalender und um in den Lostopf zu gelangen muss man gar nicht viel tun:

Im Grunde nur ein wenig in den eigenen Erinnerungen wühlen und den Adventskalender herausfischen, der besonders im Gedächtnis geblieben ist.



Bei mir ist das ganz einfach, weil es sich um den Adventskalender handelt, den ich bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit erwähne und über den ich mich auch über 20 Jahre später immernoch freue.
Und zwar hatte meine Mum mir ein Weihnachtsdorf gebastelt aus Tonpapier. Jeder Tag war ein kleines Häuschen und es lag ganz viel Schnee (Watte) in den Straßen und sowieso war das einfach ganz toll, den ganzen Advent über ein kleines, mit so viel Liebe gebasteltes Dorf im Wohnzimmer stehen zu haben.
Ich erinnere mich noch daran, dass die Dorfkirche aus blauem Karton war und dass sich in ihrem Turm Goldtaler befanden (noch die richtigen zum Kauen, nicht die aus Schoki) und dass in einigen der Häuser Stempel und sowas für mein Postspiel waren.
Und ich freue mich da immernoch drüber.
Danke Mama :)

Ach ja, die Gewinne wollte ich euch nicht vorenthalten, weil die wirklich super sind und die Chance nutze ich auch gleich, euch meine persönliche Rangliste zu zeigen:

Hier befindet sich eine ganze Geschichte auf 24 Papp-Christbaumkugeln. Den finde ich am tollsten und das nicht aus dem nahe liegenden Grund, dass er mir ganz entspannt Lesestoff liefert.
Nein, der Hintergrund ist ein Anderer: Ich habe Katzen. Und zwar ziemlich neugierige. Was bedeutet, dass ich niemals nicht echte Glaskugeln an einen Baum werde hängen können. Da Plastikkugeln meistens häßlich sind (wer andere kennt: Ich bin für jeden Tipp dankbar!), ist das hier eine tolle Alternative.

2. Der Teeadventskalender (gesponsort vom Sonnentor)
24 verschiedene Teesorten zum Durchprobieren. Ich liebe Tee. Aber ich habe grundsätzlich Probleme mit der Entscheidungsfindung und dementsprechend gefühlte 100 angebrochene Teepackungen hier rumstehen. Sich also in aller Ruhe durch die verschiedensten Sorten testen zu können, wäre schon absolut super.

Rästel sind super! Eigentlich immer! Und wie Rike in ihrer Vorstellung des Kalenders schon schreibt, der ist wirklich für diejenigen, die sonst "nichts brauchen". Oder eben bereits in Schokolade ertrinken oder gar keine mögen (ja, gibts!). Kurz: Einfach mal was ganz anderes, ganz Neues. Ich finds toll.


4. Die Schokobox (gesponsort von calini-design)
Das ist mal ein etwas anderer Adventskalender, auch wenn er, wie so viele andere, aus Schoki besteht. In meinem Ranking landet er weiter hinten, einfach weil ich glaube, ich würde die Schokolade nicht so gut einteilen können, wie ich es müsste, um wirklich bis zum 24sten etwas davon zu haben ;) Es ist eben doch leichter, sich zusammen zu reißen, wenn da noch eine verschlossene Tür vor ist, keine angebrochene Tafel.

Das Rubbellos für Weihnachten sozusagen. Ich find die Tasse prinzipiell unglaublich gut und eigentlich würde sie an Platz 1 des Rankings gehören. Einfach weil die Idee toll ist, und so wie ich die non-book-Produkte des Verlages kenne, wird sie auch in freigerubbelt einfach total niedlich und toll sein. Aber ich habe gefühlte Millionen an Tassen und bräuchte (mal so rein theoretisch) keine Weitere...

Naja.
Und wie siehts bei euch aus? Wenn ihr beim Gewinnspiel nicht mitmachen möchtet, dürft ihr die Frage nach dem tollsten Advetskalender ever natürlich trotzdem gerne beantworten - ich persönlich wäre da schon neugierig ;)

Gewonnen und Regalzuwachs

Im Moment ist bei mir ein wenig Leseflaute, mein Leben hat mich fest im Griff und ich hab sehr viel um die Ohren. Daher gibts grad wenige Rezensionen, aber zu berichten habe ich dennoch etwas:

Anlässlich des Weltspartages hatte kaufda ja ein Gewinnspiel veranstaltet und ich habe tatsächlich etwas gewonnen. Zwar nicht den Hauptgewinn, aber ein lustiges Gimmick: Einen Cheeseburger in der Dose. Ich bin neugierig, aber habe mich noch nicht getraut, ihn zu essen...

Und dann gab es bei RomanceTV ein tolles Package zu gewinnen, bestehend aus dem Roman "Wunschkonzert" von Anne Hertz, sowie Autogrammkarte und Frühstücksbrettchen von Jan Sievers.
Ich hatte schon gar nicht mehr daran gedacht, als ich plötzlich Post bekam. Klar, dass ich mich riesig gefreut habe, oder?
Zu guter Letzt heute noch meine aktuellen Neuzugänge. Sarah hat, wie ihr vielleicht wisst, auf ihrem Blog einen Flohmarkt eingerichtet und als ich dort die Wächterreihe gesehen habe, musste ich sie mir sofort unter den Nagel reißen.
Tja und da sind sie nun und ich bin glücklich :)

Freitag, 11. November 2011

Freitags-Füller

Was bin ich froh, dass heute noch andere Leute so früh auf sind. Sonst hätte ich euch die Freitags-Füller heute gar nicht zeigen können. Die Vorlage ist wie immer auf scrap-impulse zu finden.

1. Eine Menge zu tun....
2.  Ich liebe Schokolade.
3. Die letzte SMS  beantworte ich oft nicht.
4.  _________ wäre gerade mein schlimmster Albtraum.  Das möchte ich nicht beantworten, ich bin da etwas abergläubisch ^^
5.  Wo sind denn die langen Herbstwochen hin, die man früher hatte?
6. Echte Jahreszeiten sind gut für die Sinne.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Omas 80sten Geburtstag, morgen habe ich  nichts Konkretes geplant und Sonntag möchte ich etwas weiter kommen beim Räumen!

Mittwoch, 9. November 2011

Rezension: Die Insel der besonderen Kinder

Dieses Buch habe ich auf vorablesen gewonnen und mich wahnsinnig darauf gefreut. Habe es dann an einem Tag ausgelesen und bin nach wie vor vom Äußeren absolut begeistert. Aber der Inhalt war leider nicht meins.

Informationen zum Buch:
Autor: Ransom Riggs
Seiten: 272 Seiten (broschiert)
Verlag: PAN (November 2011)
ISBN 10: 3426283689
ISBN 13: 978-3426283684

Rezension:
In seiner Kindheit sah Jakob in seinem Großvater einen Helden, der die Welt entdeckt und gegen Monster gekämpft hat. Als Jakob älter wird, verblasst der Zauber dieser Geschichten und er begreift sie als das, was sie in den Augen der anderen schon lange sind: Märchen eines alten Mannes, die zuviel Raum in dessen Geist einnehmen und somit zunehmend zur Realität für ihn werden. Aber genau das werden sie für Jakob auch und damit hätte er niemals gerechnet.

„Die Insel der besonderen Kinder“ ist ein besonderes Buch, was vor allem der fantastischen Aufmachung zu schulden ist. Im Text werden immer wieder Fotos erwähnt, die dann in dem insgesamt recht dunkel, aber nicht düster gehaltenen Buch abgedruckt werden. Überhaupt sind Seiten, Kapitelanfänge und Umschlag des Buches sehr schön geworden und in Verbindung mit den Fotos ist es einfach ein kleines Schmuckstück.

Dieses Lob kann man leider bei Figuren und Inhalt des Buches nicht fortführen. Sicher, es lässt sich leicht lesen, aber grundsätzlich ist die Sprache etwas simpel gehalten und die Figuren konnten mich persönlich auch kaum in ihren Bann ziehen. Sympathien können sich gerade dann entwickeln, wenn gerade wenig passiert und Jakob sich seinen Gedankengängen hingibt. Insgesamt aber bleiben die Figuren farblos und irgendwie schwer zu greifen. Die besonderen Kinder hätten hier viel mehr Möglichkeiten geboten, sind aber relativ plakativ dargestellt und ihre Charakterzüge scheinen nicht in die Tiefe zu gehen.

Und so folgt man der Handlung dann auch eher halbherzig, weil einem die Figuren einfach nicht nahe gehen. Was sehr schade ist, weil die Idee an sich sehr gut ist und vor allem mit den aufgeführten Hintergründen ein ganzes Fass an Möglichkeiten und Geschichten geöffnet wird. Spannung kommt leider kaum auf und das Ende ist so gestaltet, dass nahezu sicher davon ausgegangen werden kann, dass es Folgebände geben wird.

Insgesamt ein Buch, das zwar kurzweilige Unterhaltung bietet, in Figurenausgestaltung und Spannungsbogen aber deutlich zu wünschen übrig lässt. Allein die Aufmachung allerdings würde die Höchstwertung verdienen.

Bewertung: 3 von  5 Punkten

Dienstag, 8. November 2011

Rezension: Dornenkuss

Endlich, endlich ist der heißersehnte letzte Teil der Reihe erschienen und wie ich euch berichtet habe, habe ich ihn als Vorabexemplar auf der Buchmesse ergattern können.
Und nachdem ich mich aus der Sprachlosigkeit befreien konnte und das Buch mittlerweile erschienen ist, kommt hier die Rezension.
Ich weise darauf hin, dass ich in der Rezension auch das Ende des Buches anspreche. Nicht das, was  passiert, aber die Wirkung, die das Finale hat. Wer das nicht wissen möchte, sollte vielleicht nicht weiterlesen ;)

Informationen zum Buch:
Titel: Dornenkuss
Autor: Bettina Belitz
Seiten: 812 Seiten (Hardcover)
Verlag: script5 (November 2011)
ISBN 10: 3839001234
ISBN 13: 978-3839001233

Rezension:
Ellies Welt ist ins Schwanken geraten. Gerade konnte sie ihren Bruder Paul von einem Befall durch einen Mahr bewahren, doch sie musste einen hohen Preis zahlen. Bevor sie ihr Leben jedoch ordnen und selber zur Ruhe kommen kann, muss sie noch eine wichtige, vielleicht die wichtigste, Aufgabe erledigen: Sie muss Tessa finden und ausschalten. Tessa, in der sie Grund und Ursprung allen Unglücks und aller Verzweiflung sieht, die sie so fest im Griff haben. Tessa, die jedoch unglaublich stark und schier unbesiegbar ist. Und so begibt Ellie sich erneut in Gefahr, um ihre Lieben und ihre Liebe zu retten.

Nachdem Splitterherz so voller Zauber und Scherbenmond eine so arge Enttäuschung war, spielt Dornenkuss auf einer ganz anderen Ebene.
Man merkt der Sprache an, dass seit dem ersten Band einige Zeit vergangen ist, und die Autorin in diesem Fall nicht „einfach nur“ eine Geschichte erzählt hat, sondern dass mehr dahinter steckt, vielleicht auch mehr Druck und Arbeit. 

Flüssig und eingängig ist der Stil der Autorin nach wie vor, so dass man das Buch gut lesen kann und sich 800 Seiten nach viel weniger anfühlen. Aber die Sprache ist erwachsener, dunkler, abgeklärter geworden, man fühlt sich nicht länger in einem Sommermärchen, sondern in einem dunklen Alptraum gefangen.
Manchmal kommt man den Figuren so nah, dass man ihre Emotionen förmlich aufnimmt, um sich herum spürt, was zu einem recht interessanten Leseerlebnis führt.

Weniger hilfreich ist dies, wenn man sich die Personen näher anschaut. Sicher ist vieles der Entwicklung geschuldet, die jeweils durchgemacht wird, aber Ellie konnte unglaublicherweise sogar NOCH unsympathischer, egozentrischer, zickiger und nerviger werden. Wo ist das nette Mädchen hin? Wo die junge Frau, der man mit einem Lächeln im Gesichte in ihre Abenteuer gefolgt ist und der man so vieles verzeihen wollte? Geblieben ist eine enttäuschte, verängstige, desillusionierte Frau, die neben diesen durchaus verständlichen Antriebgründen eben auch labil, albern und stellenweise unglaublich unreif wirkt. Und das verfolge ich als Leser dann nicht mehr so gerne.

Die anderen Figuren zeigen sich in Anbetracht einer angespannten Situation von ihren besten und ihren schlechtesten Seiten, wirken aber, bis auf Tillmann, seltsam farblos, obwohl sie doch im zweiten Band erst die Bühne betreten haben und sich eigentlich viel deutlicher hätten präsentieren können. Tillmann jedoch, der heimliche Star der Reihe, mausert sich zu einem äußerst interessanten jungen Mann, der, obwohl er hier mehr im Hintergrund agiert, doch eine bedeutende Stütze der Handlung ist.

Colin, tja, Colin. Im ersten Band der geheimnisvolle Fremde, im zweiten Band der gefährliche Fremde, in diesem Band der abwesende, hilflose Fremde. Auch er konnte sich leider nicht zum Positiven entwickeln, was sehr schade ist, war er doch einer der Hauptgründe, aus denen der erste Band so zauberhaft war.
Insgesamt also Protagonisten, die nicht wirklich überzeugen konnten und auch die neu eingeführten Personen wirken eher blass. Die Existenzberechtigung von Dr. Sandmann als so umständlich eingeführte Person möchte ich sogar in Frage stellen, denn mir ergründet sich auch, oder sogar erst recht jetzt noch nicht, warum man so viel Wirbel um eine letztendlich so unwichtige Figur machen musste.

Die Handlung ist dann wieder der große Pluspunkt des Buches. Der Beginn wirkt lange nicht so gezwungen wie bei Scherbenmond und im ganzen Buch finden sich immer wieder sehr gute, sehr intensive Szenen. Schade ist es, dass die Autorin sich im – zugegebenermaßen etwas  zu langen – Mittelteil manchmal verrannt zu haben scheint, denn stellenweise gleitet sie in unwichtiges, nicht besonders spannendes Geschwafel ab, so dass sich Kapitel ergeben, die man durchaus stark hätte kürzen oder sogar ganz streichen können.

Jedoch strebt man in diesem Buch einem definitiven Ende entgegen, das durchdacht aufgebaut und tatsächlich sehr gut umgesetzt wurde. Einiges eröffnet sich dem Leser erst ganz am Schluss und solche Finale stechen meistens sehr positiv aus der Masse heraus.

Und ja, ich mag Enden, die eben nicht „happy“ sind. Diese sind meistens doch dramatischer, lebensnäher, beeindruckender.
In diesem Fall ließ das Buch mich erstmal sprachlos zurück und das geschieht nun wirklich nicht oft. Es war beeindruckend, ergreifend, mitreißend, dramatisch, greifbar, faszinierend.
Auch wenn der Spannungsbogen zu wünschen übrig lässt, schöpft die Autorin am Schluss nochmal aus den Vollen und das macht den langatmigen Mittelteil mehr als wett.

Und von dieser Seite her verdankt das Buch dem grandiosen Schlussspurt eine deutliche Aufwertung in der Gesamtbewertung. Insgesamt ein wunderschön gestaltetes, sehr gut lesbares Buch, das durch seine Dunkelheit und seine teilweise enorm anstrengenden Charaktere definitiv nicht an Splitterherz heran reichen kann. Aber auch ein Buch, das durch eine intelligente, gut ausgearbeitete Auflösung, durch gute Lesbarkeit und stellenweise außerordentliche Intensität einen sehr versöhnlichen Abschluss der Trilogie bildet.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Montag, 7. November 2011

Rezension: Phantom

Auch hier - wie schon bei Verwesung - ein Quereinstieg meinerseits in eine Serie, was in diesem Fall allerdings viel besser funktioniert hat. Mein ganz herzlicher Dank geht an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Informationen zum Buch:
Titel: Phantom
Autor: Patricia Cornwell
Seiten: 384 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Goldmann (Mai 2011)
ISBN 10: 3442461030
ISBN 13: 978-3442461035

Rezension:
Dr. Kay Scarpetta steht vor einer Menge Rätsel: Da gibt es Ungereimtheiten bei der Autopsie eines zum Tode Verurteilten, es geschehen Morde, die es nicht geben dürfte und es tauchen Beweisstücke auf, die mehr verwirren, als dass sie aufklären. Und dann kommt Dr. Scarpetta selber ins Straucheln.

Ich muss zugeben, dass mir erst nach der Lektüre aufgefallen ist, dass es sich hier um eine Neuauflage unter einem anderen Namen handelt, was aber daran liegt, dass ich keine besonders intensive Vergangenheit mit Dr. Scarpetta teile. Ich habe zwei der Bücher irgendwann mal gelesen und könnte nicht einmal sicher sagen, welche es waren. Dieser hier sprach mich dann inhaltlich an und so war ich neugierig, ob man sich wohl so „mitten drin“ in die  Reihe einfinden könnte.

Man kann.

Das ist vor allem dem lockeren Erzählstil zu verdanken, der den Leser ohne große Schnörkel und zu lange Exkurse in langweilige Ortsbeschreibungen mit sich nimmt. Das Buch ist somit sehr flüssig und schnell lesbar und bietet von dieser Warte aus gute Unterhaltung.

Die Charaktere sind einer Serie entsprechend recht gut aufgebaut, ihre Handlungen wirken nachvollziehbar und ehrlich, ohne dass allzuviel Zeit auf ihre Entwicklung und Beschreibung aufgewendet werden würde. Dies spricht durchaus für die Figuren, bedeutet es doch, dass sie in ihrer Art und Weise bereits so definiert sind, dass sie für sich selbst sprechen können und nicht mehr lange erklärt werden müssen.

Die Handlung ist der größere Schwachpunkt des Buches. Klar ist die Beschreibung spannend und auch die typischen Thrillerbestandteile sind von blutigen Leichen über Rätsel, Verfolgung und Verwirrung alle vorhanden. Aber dennoch plätschert die Geschichte lange Zeit vor sich hin und nach der Hälfte der Seiten ist gerade so viel passiert, dass man dieses auf einer halben Seite zur Genüge beschreiben könnte.

Überhaupt scheint die eigentliche Handlung sehr stark in den Hintergrund gerückt zu sein, um der Nichte von Dr. Scarpetta ihre Bühne richten zu können und einen intensiveren Blick auf weitere Nebenfiguren richten zu können. Sicher sind diese Handlungsstränge durchaus spannend – naturgemäß einige mehr als andere – aber dadurch gerät die rahmengebende Handlung sehr ins Hintertreffen.

Und so bleibt dann unterm Strich ein sehr gut lesbares Buch mit hohem Unterhaltungswert, gut ausgearbeiteten Figuren aber einer Handlung, die sehr viel Wert auf die Nebenstränge legt.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Freitag, 4. November 2011

Freitags-Füller

Obwohl, oder vielleicht auch gerade weil ich heute enorm frustriert bin, gibts mal wieder Freitags-Füller. Die Vorlage ist wie immer auf scrap-impulse zu finden.


1.  Heute werde ich versuchen, den Kopf wieder aus dem Sand zu ziehen.
2.  Optik ist zweitrangig, Hauptsache es schmeckt.
3.  Jetzt ist November und ich finds gut.
4.  Jobsuche nervt.
5.  Meine Oma sagte immer Meine Oma sagt noch immer ziemlich vieles, ich frag sie nächste Woche mal nach einem Sinnspruch.
6. Punsch am liebsten dampfend heiß.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Feierabend, morgen habe ich wieder Arbeit geplant und Sonntag möchte ich bessere Laune haben!

Achso und warum ich so frustriert bin? Mal wieder eine Absage auf einen Job. Allerdings sehr nett und recht positiv, aber das ist das Schlimme. Ich war beeindruckend, steht da.
Aber sie haben mich trotzdem nicht genommen. Und das macht so hilflos und wütend. Da gibt man sein Bestes, ist gut in dem, was man tut und überzeugt sogar noch im Bewerbungsgespräch und wird es dann dennoch nicht. Und mehr als das tun kann ich nicht - mehr als gut sein und überzeugend wirken und die Leute beeindrucken. Aber trotzdem wird es nichts. Das frustriert mich.
Vielleicht versteht das ja jemand.

Donnerstag, 3. November 2011

Statistik Oktober

Im Oktober habe ich nicht besonders viele Bücher gelesen, dafür aber ziemlich interessante. Seht selbst:
Oktober 2011
  1. Tote Mädchen lügen nicht (Jay Asher), 288 Seiten, rezensiert
  2. Mängelexemplar (Sarah Kuttner), 272 Seiten, rezensiert
  3. Lucian (Isabel Abedi), 553 Seiten, rezensiert
  4. Zum Traummann in 30 Tagen (Theresa Selig), 160 Seiten, rezensiert
  5. P.S.: Ich töte dich (Sebastian Fitzek [Hrsg.]), 272 Seiten, rezensiert
  6. Isola (Isabel Abedi), 324 Seiten, rezensiert
  7. Nero Corleone (Elke Heidenreich), 96 Seiten
  8. Die Insel der besonderen Kinder (Ransom Riggs), 416 Seiten
Gelesene Bücher:8
Davon rezensiert: 6
Gelesene Seiten: 2.381
Seiten pro Tag: 76,81

Mittwoch, 2. November 2011

Dornenkuss

Ich habe soeben das Buch beendet. Und klar, die Rezension darf ich erst nächste Woche veröffentlichen und überhaupt möchte ich euch nicht zu viel verraten - ihr sollt ja selber und mit Freude lesen ;)

Aber ich bin sprachlos. ICH bin sprachlos (!). Und das bei DEM Buch. Hand hoch, wer das kaum glauben kann *lach*

Und so ist es ganz gut, dass ich für die Rezi erstmal alles noch etwas sacken lassen kann. Aber... ehrlich, im Moment fehlen mir die Worte.

Dienstag, 1. November 2011

Best-Blog-Award

Von Casus wurde ich mit folgendem süßen Award bedacht - ganz, ganz herzlichen Dank!
Es gibt in diesem Fall wieder Regeln und zwar folgende:
1. Verlinke die Person, von der du den Award bekommen hast
2. Schreibe 7 Dinge über dich
3. Reiche den Award an 10 andere Blogger weiter

1. Ist bereits geschehen, 2. folgt weiter unten. 3. möchte ich in diesem Fall nicht erfüllen und hoffe, dass ihr da Verständnis für habt. Werden Awards an einen oder zwei weitere Blogger vergeben, denkt man viel mehr darüber nach, wer ihn bekommen soll und warum. Daher werde ich in diesem Fall den Award nicht direkt weitergeben, da er bei der Streuung ohnehin bald überall gekommen sein wird. Falls ihn jemand aber gerne haben möchte (niedlich ist er ja!), darf er gerne mitgenommen werden, sofern in den Kommentaren Bescheid gegeben wird. 

7 Dinge über mich:
 - ich bin derzeit wirklich schnell genervt
 - ich hasse Warten
 - Burger King ja, McDonalds nein
 - ich kann mich nicht entscheiden, ob ich Kaffee lieber süß oder nur mit Milch trinken mag
 - ich habe Süßigkeiten-Phasen in denen ich etwas Bestimmtes lieber mag als alles andere
 - habe heute einem Schwarm Graugänse auf ihrer Reise zugesehen
 - früher waren die Simpsons irgendwie lustiger