Donnerstag, 30. Juni 2011

31 Tage - 31 Bücher: Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

Auch das ist wieder recht einfach:
Die poetische Katze hat je nachdem, wo man nachschaut, 31 oder 40 Seiten. Definitiv weniger als meine anderen Bücher, aber der Inhalt macht es wett, es ist wirklich großartig!

Mittwoch, 29. Juni 2011

31 Tage - 31 Bücher: Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat

Kurz und bündig, weil es dieses Mal tatsächlich klappt: Das ist "Die Tore der Welt" mit 1312 Seiten ganz knapp vor "Die Säulen der Erde" mit 1296 Seiten. Da hat Herr Follett sich ordentlich ins Zeug gelegt...
Beide Bücher sind natürlich noch nicht gelesen. Kommt aber!

Dienstag, 28. Juni 2011

Rezension: Forbetter your English

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen, an dieser Stelle nochmals ganz, ganz herzlichen Dank! Ich habe mich riesig gefreut und das Buch auch wirklich gern gelesen!

Informationen zum Buch:
Titel: Forbetter your English
Autor: Eric T. Hansen
Seiten: 192 Seiten (broschiert)
Verlag: Landenscheidt (Mai 2011)
ISBN 10: 3468738218
ISBN 13: 978-3468738210

Rezension:
Eric T. Hansen ist Amerikaner, lebt aber seit vielen Jahren in Deutschland. Als native speaker bietet es sich natürlich an, die eigene Muttersprache zu unterrichten und so sind ihm unzählige Deutsche begegnet, die aber immer wieder die gleichen Fehler gemacht haben.
Eben diesen Fehlern geht der Autor auf den Grund.

Der  typische englisch sprechende Deutsche verrät sich zu allererst durch eine Entschuldigung für sein schlechtes Englisch. Dann spricht er zwar trotzdem sehr gut, macht aber ganz typische Fehler. Fehler, die für den native speaker mitunter sehr lustig sein können, aber auch solche, die schlichtweg zu Missverständnissen führen und daher besser vermieden werden sollten.

Diese Fehler, vor allem aber auch ihre Ursprünge und Möglichkeiten zur Vermeidung, sind hier aufgeführt. Es wird ganz deutlich, dass der Autor nicht „einfach nur“ jemand ist, der mit der englischen Sprache aufgewachsen ist, sondern dass es sich hier um einen Sprachwissenschaftler handelt. Seine Ausflüge in die Geschichte einiger Äußerungen erleichtern oftmals das Verständnis, gerade für Menschen wie mich, die weniger nach grammatikalischen Regeln, sondern viel eher nach dem Gefühl sprechen. So begreifen selbst wir „Bauchgeführsprecher“, warum einige Dinge so und nicht anders gemacht werden.

Sicher waren mir viele der aufgeführten typischen Fehler bereits als falsch bekannt, aber das „Warum“ konnte ich nicht benennen. Das ist jetzt anders und allein deswegen ist das Buch schon lesenswert.
Einiges aber war auch mir neu, so dass ich ziemlich froh bin, etwas dazu lernen zu dürfen, mich nicht in das gleiche Fettnäpfen setzen zu müssen, wie so viele andere vor mir.

Darüber hinaus wimmelt es nur so von Anwendungsbeispielen, die ein Gefühl für die Sprache und die Anwendung bestimmter Worte vermitteln.

Die Auflistung der britisch-amerikanischen Stolperfallen schließlich ist durchaus interessant.

So humorvoll schon die Einleitung ist und so unterhaltsam der Autor schreibt, manchmal empfand ich Abschnitte als etwas langatmig, gerade bei Fehlern, die zumindest in meiner Generation kaum noch vorkommen, vermutlich weil wir anders mit der englischen Sprache aufgewachsen sind. Auch hätte nicht jedes Kapitel mit einem Erlebnis mit Jochen oder Charlotte belegt werden müssen, mir hätte da etwas mehr Abwechslung oder aber einfach ein paar Beispiele weniger besser gefallen.

ben, dass diese Einschränkung daraus entsteht, wenn ich dieses Buch nicht zum größten, aber zumindest zu einem großen Teil als Unterhaltung ansehe. In dem Moment, wo ich es als reines Lehrbuch betrachte, ist die Sprache herausragend verständlich und unterhaltsam, die Beispiele lockern das Thema auf und verdeutlichen es.
So kann man es von der einen oder der anderen Seite sehen.

Mir persönlich hat aber die Lektüre unterm Strich sehr gut gefallen, weil einem auf eine sehr nette und verständliche Art und Weise etwas beigebracht wird.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

31 Tage - 31 Bücher: Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Auch wieder relativ einfach, aber auch hier möchte ich drei Bücher anführen:
"Die Weber", "Homo Faber" und "Das Parfum".

Wenn mir bei den Webern und Homo Faber vielleicht noch viele einfach so zustimmen, weils einfach ziemlich speziell ist, höre ich geradezu die entsetzten Aufschreie, wenn ich das Parfum nenne.
Aber, sorry, mit dem Buch kam ich einfach nicht zurecht. Glücklicherweise haben wir damals ein Lesetagebuch geführt, das benotet wurde. Also diverse Aufgaben in einem bestimmten Zeitraum erfüllt, anstatt eine einzige Arbeit zu schreiben. So musste ich es dann nicht zwangsläufig (aufmerksam) gelesen haben.

Vielleicht kommt irgendwann mal der Tag, an dem ich einen erneuten Versuch wage, andererseits gibt es jetzt schon mehr interessante Bücher, als ich jemals werde lesen können. Daher gehe ich eher davon aus, dass ich dankend darauf verzichten werde, mir das nochmal zu geben.

Dieser Award ist der Hammer!

Ich finde ihn klasse - ihr nicht? Umso mehr freue ich mich, dass mich direkt drei Bloggerinnen (von zwei Blogs) damit auszeichnen und zwar Lina und Melissa von der Edelstein-Trilogie-Fanseite und dann noch von den 1000 Worten.

Mädels, ich danke euch! 
Die Regeln zu diesem Award:
#1 Tape it up on your blog somewhere.
#2 Pass it along to 5 fellow super bloggers, and comment on their blog to let them know how lucky they are today!
#3When you present your Super Blogger awards, link back to the super blogger who gave it to you.

Ok es werden nur 4 Blogs, aber die haben es verdient:

und

Montag, 27. Juni 2011

Aktion: Beutewelt I

Es ist Montag – Beutewelttag!
Nachdem in der letzten Woche Sabrina ja über einen weiteren Teil des Buches gesprochen hat, bin ich heute an der Reihe mit den Kapiteln mit den geheimnisvollen Titeln „Weltfrieden in Ivas?“ und „Rebellion und Neuschnee“.

Frank kommt in Ivas an und erstmals seit langer Zeit zur Ruhe, sofern man das von ihm sagen kann. Der Leser erfährt außer den Umständen, unter denen er jetzt lebt vor allem etwas über seine Vergangenheit, sieht den Menschen Frank Kohlhaas klarer.
Nach einiger Zeit wird Frank eine falsche Identität zugeordnet, mit der er sich in der „unfreien“ Welt bewegen können soll.
Obwohl sein Leben insgesamt sehr viel freundlicher zu sein scheint als früher, quälen ihn Alpträume und irgendwann beginnt er, sich zu fragen, warum die Rebellen nicht rebellieren.

Für mich als Leser ist dieser Abschnitt vor allem durch das interessant, was er im Hintergrund erzählt.
So wird Franks neues, befreites Leben in einer Art dargestellt, die einen glauben lässt, er wäre nur in eine andere Art der Gefangenschaft geraten. Vom Regen in die Traufe und das ganz freiwillig.
Auch bekommt er ja schon wieder eine neue Nummer und umso weiter die Handlung sich von dem entfernt, was wohl heute „normal“ ist, umso deutlicher wird, dass wir uns auf einem ganz ähnlichen Weg befinden: Immer mehr hin zu Nummern und Zahlen, weg von der Persönlichkeit. Hinein in Zwang und Zwänge und das so oft ganz freiwillig.

Ebenfalls ist es enorm spannend, dass am Ende dieses Abschnittes Frank derjenige ist, der auf Aktion drängt. Wo doch gerade er der einzige ist, der sich nicht freiwillig in das Lager begeben hat. Da braucht die Gemeinschaft trotz hehrer Ziele einen Außenstehenden, um in Bewegung zu geraten.
Also: Es ist und bleibt spannend und gerade das, was man sich als Leser zum Inhalt denkt, ist entscheidend.

In der nächsten Woche ist dann Sabrina wieder an der Reihe, über das Buch zu berichten.

31 Tage - 31 Bücher: Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Das sind gleich mehrere:
Den zweiten Platz teilen sich "Emilia Galotti" und "Der gute Mensch von Sezuan" aus dem Deutschunterricht.
Beides Bücher, zu denen ich schnell einen Zugang hatte und deren Interpretation für mich auch nachvollziehbar war. Einfach die beiden, die am meisten Spaß gemacht haben.

Und dann war unangefochten an der Spitze: "Le petit Prince" natürlich im Französischunterricht. Ach, was liebte ich dieses Buch. Wie man es sehen möchte, ist es entweder einfach "nur" eine liebenswerte Geschichte, oder aber es enthält die Weisheit der ganzen Welt.

Und das war bis vor nicht allzu langer Zeit noch immer so. Und dann wurde das ganze Buch irgendwie so breitgetreten und verwurstet, dass es seinen Zauber eingebüßt hat.
Aber in der Schulzeit liebte ich es.

Sonntag, 26. Juni 2011

Gleich zwei neue Awards!

Wow, der Tag fängt wirklich gut an.
Ich habe gleich zwei neue Awards bekommen!
Den "I ♥UR BLOG"-Award von Emma-Clee ;) und Kathrin  und den "ADORABLE BLOG"-Award von Mikage.
Ganz, ganz herzlichen Dank, Mädels, ich freu mich wirklich riesig!

Da es beide nicht verdient haben, miteinander vermischt zu werden, sondern durchaus "eigene" Aufmerksamkeit wert sind, kommt jetzt einer nach dem anderen:


  • Freu dich über diesen Award!  ( Mache ich! Sehr, sehr sogar!)
  • Gib den Award an mindestens einen bis drei Buchblogs weiter (siehe unten)
  • Poste den Link zu deinem Award-Post als Kommentar an den, der dir den Award verliehen hat und an den oder die, denen du diesen Award weiter gegeben hast (mache ich auch, sofort nachdem der Post online ist)
  • Beantworte die folgenden 5 Fragen

Welches ist dein Lieblingsbuch und warum?
Meine durchaus erschöpfende Antwort gibt es hier:

Wie viele Bücher besitzt du momentan und wie viele davon hast du schon gelesen?
Keine Ahnung. Hier im Haus befinden sich im Moment so ungefähr 300 bis 350 Bücher. Allerdings lagere ich meine Schätze auch immer wieder kistenweise zu meiner Familie aus. Soll heißen, ich gebe weiter, verleihe etc. Ungefähr 20 Bücher befinden sich bei Freunden (ausgeliehen) und etwa genau so viele nochmal im Regal meiner Mum (was anders gerechnet wird, als die Familienbücher, ja;) ).
Also wieviele Bücher ich wirklich besitze weiß ich tatsächlich nicht und kann es auch nur schwer abschätzen.
Gelesen habe ich davon wohl ungefähr die Hälfte. Mein hier veröffentlichter SuB besteht aus den Büchern, die sich hier befinden und ungelesen sind. Wieviele noch in den Bücherkisten  waren und noch nich gelesen wurden, weiß ich nicht *seufz*

Wieso bloggst du über Bücher?
Wieso nicht?
Im Ernst: Ich lese gerne, ich schreibe viele Rezensionen und vor allem teile ich mich gerne mit. Warum also nicht alles miteinander verbinden? Wobei ich dazu sagen muss, dass ich die Idee, selber zu bloggen, fast ein Jahr mit mir herum getragen habe, bevor ich es dann in die Tat umgesetzt habe.

Welches Genre hast du bisher noch nicht gelesen?
SciFi im engeren Sinne. Also diese ganzen Technik-Weltraum-Zukunftsgeschichten.

Welchen Buchcharakter würdest du im realen Leben kennenlernen wollen?
 Oh, das ist schwer. Ich habe von etlichen wirklich interessanten Personen gelesen, aber mich jetzt für eine entscheiden müssen?
Ich denke, ich würde Professor Dumbledore wählen. Das könnte eine wirklich interessante und auschlussreiche Begegnung werden.

So und dann soll der Award noch weitergegeben werden an ein bis drei andere Blogs.
Da viele ihn schon haben, beschränke ich mich auf zwei Mitbloggerinen:

und

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Mit diesem schmucken Award sind natürlich auch wieder die üblichen Bedingungen verbunden:
  • Binde den Award in deinen Blog ein oder veröffentliche ihn in einem Post.
  • Nominiere so viele Blogs, wie du gerne hast und verlinke sie in deinem Post.
  • Teile deinen Nominierten, per Kommentar mit, dass du ihnen diesen Anward verliehen hast.
  • Verlinke die Person, die dir diesen Award verliehen hat und bedanke dich herzlich bei ihr. 
Um alles etwas übersichtlicher zu gestalten, geht dieser Award "nur" an:

Emma-Clee ;)
und



Abschließend nochmal ganz, ganz, ganz, ganz herzlichen Dank für die beiden Awards!

Samstag, 25. Juni 2011

31 Tage - 31 Bücher: Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest

Das ist wieder eine relativ eindeutig zu beantwortende Frage. In meinem Fall: "Moby Dick".
Das habe ich schon immer lesen wollen und eben diesen Wunsch dann auch geäußert, als es daraum ging, was ich nach dem bestandenen Studienabschluss als Erstes machen werde (Lesen und zwar KEINE Fachbücher). Ich bekam es dann geschenkt, habe mich endlos gefreut und...
mehrere erfolglose Versuche unternommen, es zu lesen. Es fällt mir leider sehr schwer, in das Buch, die Sprache hinein zu finden.
Aber irgendwann, irgendwann werde ich es lesen!

Freitag, 24. Juni 2011

Freitags-Füller

Kurz vor Toreschluss doch noch die üblichen Freitags-Füller. Vorlage wie immer hier.

1. Mir schmeckt Spargel gar nicht.
2. Ich entscheide Kleinigkeiten ohne groß zu überlegen.
3. Regen riecht so toll. 
4. Sonnenschein auf dem Gesicht ist die beste Art den Tag zu beginnen
5. Fast hätte ich heute noch mehr Bücher gekauft.
6. In einer besseren Welt respektieren die Menschen andere Lebewesen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Moment, an dem ich die Füße hochlegen kann, morgen habe ich wie so oft Arbeit geplant und Sonntag möchte ich einen angenehmen Tag haben und noch jemanden besuchen!

Buchpost

Und dann kamen in den letzten Tagen zwei tolle Rezensionsexemplare bei mir an:


"Vampire Academy 1" vom Lyx-Verlag und "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Goldmann.
An dieser Stelle nochmal ganz, ganz herzlichen Dank!
Da ich ja an der Debüt-Challenge teilnehme habe ich mit der Alchemie dann auch schon meinen ersten Kandidaten gefunden - fehlen noch 24 ;)

Buchwanderpaket - schon wieder

Heute kam wieder eine neue Runde Buchwanderpaket an. Hiergeblieben sind:


Zu der Geschichte von vor ein paar Tagen möchte ich bei der Gelegenheit noch sagen, dass Nica und ich einfach mal grandios aneinander vorbei kommuniziert haben. Das ist aber geklärt und ihr dürft euch also in ein paar Wochen auf was ganz Tolles freuen!

Donnerstag, 23. Juni 2011

Rezension: Jeder Tag endet mit dem Tod

Dieses Buch habe ich über die Seite Blogg dein Buch erhalten, die mit dem Epidu-Verlag zusammen arbeitet. Ich hatte bereits darüber berichtet und finde die Idee nach wie vor ziemlich großartig.
An dieser Stelle nochmals ganz, ganz herzlichen Dank an Epidu und Blogg dein Buch!



Informationen zum Buch:
Titel: Jeder Tag endet mit dem Tod
Autor: Michael Schröder
Seiten: 376 Seiten (broschiert)
Verlag: Epidu (März 2011)
ISBN 10: 3942584085
ISBN 13: 978-3942584081

Rezension:
Elmar Kreuzer traut seinen Augen nicht, als eines Tages ein junges Mädchen vor seinem Schreibtisch steht und ihn um Hilfe bei der Aufklärung des Todes ihres Vaters bittet. Lisa ist erst 13 und doch fällt ihr auf, was alle Erwachsenen nicht sehen können oder sehen wollen:  Etwas an diesem Fall stimmt nicht. Und so begibt sich Elmar auf eine Suche, die alles in Frage stellt, was er zu kennen dachte: Sein Leben, seine geistige Gesundheit, seine zwischenmenschlichen Bindungen und sogar seine Sterblichkeit.

In diesem Buch kommt einem einiges bekannt vor und es wird spätestens in den letzten Kapiteln auch sehr deutlich, woher der Autor seine Inspiration gezogen hat. Und dennoch ist dieses Mal die vorliegende Idee ganz anders umgesetzt und das sogar sehr gut.
Die Figuren sind zwar teilweise klischeehaft, der Autor versteht es aber, diese Klischees geschickt zu nutzen und schafft so das Bild einer ganz typischen deutschen Kleinstadt mit allen ihren Personen und Persönchen.  Elmar selbst ist sehr interessant und durchdacht angelegt, sehr glaubhaft ausgearbeitet, so dass man seine Handlungen und Denkweisen sehr gut nachvollziehen kann.
Lisa, am Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenwerden ist ebenso sehr intensiv ausgearbeitet. Man nimmt ihr sowohl die kindlichen, als auch die reifen Momente ab, ihre Äußerungen und Verhaltensweisen wirken dabei nie aufgesetzt, albern oder unpassend, was schon eine Leistung ist, wenn man bedenkt, wie weit weg von diesem Alter man selber als Leser und der Autor als Schöpfer der Figur ist.

Die Handlung ist insgesamt durchdacht und weitgehend logisch, die Auflösung ist geschickt und selbst als erfahrener Krimileser braucht man eine ganze Weile um der Lösung auf die Spur zu kommen, was nur für den Autor spricht.
Allerdings liegen im „Warum“ einige Schwachpunkte der Handlung. Um dies genauer auszuführen müsste man zu viel der Handlung vorweg nehmen, daher nur kurz der Hinweis, dass das „Wie“, das „Warum“ und vor allem der psychische Hintergrund der „eigenen Hölle“ meiner Meinung nach sehr viel ausführlicher hätte behandelt werden können.
So wird der Leser vor eine Situation gesetzt und muss mit ihr zurechtkommen, ob er die Hintergründe, die Ursprünge und Gründe nachvollziehen kann oder nicht. Diejenigen, die schon als Kinder immer und überall nachgefragt haben (wie ich) haben da vielleicht ihre Probleme mit, anderen mag es leichter fallen, sich auf die Geschichte einzulassen und einfach die Situationen zu akzeptieren.

Die Sprache ist sehr gut, sehr klar und deutlich, sehr präzise. Sie bringt auf den Punkt, was die Protagonisten denken und fühlen, woran sie zweifeln und was sie umtreibt, ohne dabei zu viel oder zu wenig Distanz zu wahren. Der Leser kann so in die Handlung eintauchen, ohne die Unsicherheiten und Ängste an sich heran lassen zu müssen. Dabei bleibt die Handlung immer nachvollziehbar und die Sprache gut lesbar und eingängig und vor allem der jeweiligen Situation angepasst.

Insgesamt ein interessantes Buch mit einem aufregenden Thema, einer schnörkellosen Sprache und authentischen Figuren, leider aber auch mit einigen Schwächen in der Erklärung der Hintergründe. Krimifans und Freunde übernatürlicher Phänomene werden aber sicherlich ebenso ihren Spaß damit haben wie die Leser, die einfach „nur“ mal etwas ganz Anderes, ganz Neues erleben wollen. 

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Mittwoch, 22. Juni 2011

Rezension: Das Lied der Träumerin

Dieses Buch habe ich über die Leserunde mit Autorenbegleitung auf lovelybooks bekommen und bin wirklich sehr froh darum! Das hier ist tatsächlich das erste Buch überhaupt, bei dem ich mir ernsthaft wünsche, auch das Hörbuch zu besitzen (und ich höre sonst keine Hörbücher). Nur, um die Musik auch wirklich hautnah erleben zu können.
Insgesamt ist es wirklich ein ganz wundervolles Buch, ich habe aber natürlich wie immer etwas zu meckern gefunden und daher sehr lange überlegt, ob es am Ende 4 oder 5 Sterne werden.
Da aber die Autorin in der Leserunde eine so souveräne Persönlichkeit an den Tag gelegt hat und so bewundernswert mit Kritik umgegangen ist - nämlich sie angenommen hat und dabei absolut freundlich und aufmunternd geblieben ist - habe ich mich dann guten Gewissens für die Höchstwertung entschieden.

Informationen zum Buch:
Titel: Das Lied der Träumerin
Autor: Tanya Stewner
Seiten: 388 Seiten (Hardcover)
Verlag: Fischer FjB (März 2011)
ISBN 10: 3841421164
ISBN 13: 978-3841421166

Rezension:

Angelias Leben gerät aus seinen wohlgeordneten Fugen, als ihr Vater stirbt. Kurz darauf löst ein Streit mit ihrer Mutter aus, dass Angelia ihren Lebenstraum erfüllt: Sie geht nach London, in die Stadt ihres Vaters, die Stadt der Träume und der Musik, um ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen. Angelias Leidenschaft ist die Musik und sie findet sich schnell in einer WG mit dem Tänzer Josh und dem geheimnisvollen Jeremy wieder, die beide auf ihre eigene Art so intensiv sind, wie Angelias Träume es immer waren.

Mit diesem Buch schlägt die Autorin sehr nachdenkliche, aber gleichzeitig auch lebensfrohe und lebensbejahende Töne an, so dass es noch lange nachdem man die Buchdeckel geschlossen hat, im Herzen nachklingt.
Angelias Weg ist gesäumt von interessanten Charakteren, von Menschen, die teilweise durch ihre bloße Präsenz wirken, wie Jeremy und Josh, denen zwar viel Raum gegeben wird, die ihn aber eigentlich nicht benötigen, um auf sich aufmerksam zu machen. Beide jungen Männer sind so intensiv beschrieben, dass man sie fast fühlen kann.
Dann wieder gibt es ganz sanfte Gestalten, wenn sich dies auch teilweise erst auf den zweiten Blick offenbart, so Alice und Layla, die im Prinzip den weiblichen Gegenpol zu den beiden Brüdern bilden. Jede auf ihre Weise, jede mit ihren eigenem Auftreten, welches durch die Autorin teilweise sehr subtil dargestellt wird und so dem Leser eher unterbewusst berührt. 

Einzig Angelia bleibt als Figur etwas unnahbar. Ob das gewollt ist, um mehr Distanz zum Beobachter zu schaffen, oder ob es doch Zufall ist, mag ich nicht zu sagen. Insgesamt erlebt der Leser zwar alles aus Angelias Perspektive, dennoch ist sie der einzige Charakter, der, obwohl von den eigenen Träumen begeistert und beflügelt, insgesamt nicht heraus ragt. Da sind die ihr zur Seite gestellten Persönlichkeiten das kleine Bisschen bunter, das kleine Bisschen lebendiger und in sich stimmiger, das kleine Bisschen intensiver.
Einen besonderen Platz nimmt in diesem Buch die Musik ein. Jede Person hat auf ihre Weise mit Musik zu tun. Größtenteils mit „echter“, zum Teil aber auch mit der Musik der Worte. Und so beschäftigt man sich unweigerlich die ganze Zeit intensiv mit Musik, ihrer Wirkung auf Menschen, mit der Sprache und ihren kleinen Wundern und der Kunst und dem Künstlerischen im Allgemeinen. Auch das ist eine der Seiten des Buches, die dieses bewusste Stück weiter gehen, als es andere tun. Die den Leser tiefer berühren,  ihn einfach anders in ihren Bann ziehen und etwas Besonderes ausmachen.

Die Sprache des Buches ist wundervoll.  Sehr direkt und eingängig und doch voller kleiner Besonderheiten, die sich teilweise sofort, teilweise erst beim wiederholten Lesen offenbaren. Insgesamt sind in diesem Buch viele Momente eingearbeitet, die ganz viel über die Personen und ihre Beziehung zueinander aussagen, die man aber ganz leicht überliest, wenn man zu oberflächlich oder zu schnell unterwegs ist. Ich glaube, dass diese Besonderheiten dennoch unterbewusst nachwirken, dennoch tut man sich als Leser unbedingt einen Gefallen, wenn man sich für die Lektüre Zeit nimmt und sie auf sich wirken lässt.

Leider gibt es auch zwei Szenen, die mir persönlich sauer aufgestoßen sind. Beide sind unbestritten enorm wichtig für Angelias persönliche Entwicklung dafür, deutlich zu machen, was in ihre vor sich geht. Und dennoch kann ich nur sagen: In einem Buch, das unweigerlich auch Jugendliche lesen werden, wäre mir persönlich etwas mehr Vorsicht lieber gewesen.

So kann ich insgesamt das Buch leider nicht mehr jedem Leser, aber durchaus jedem erwachsenen Leser ans Herz legen. Hier handelt es sich um ein kleines Schmuckstück das aus Wörtern Melodien erzeugt, die den Leser berühren  und einem so viel über das Leben und das Träumen erzählen, wie man sich überhaupt nur von einem so leicht lesbaren Roman erhoffen kann.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Dienstag, 21. Juni 2011

31 Tage - 31 Bücher: Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt

Ah, das ist schon wieder so eine knifflige Aufgabe.
Es gibt mittlerweile soooo viele wunderschöne Buchcover, dass die Auswahl nicht leicht fällt. Und entgültig entschieden habe ich mich dann auch nicht und gebe gleichberechtigt "Splitterherz" und "Nach dem Sommer" an.
Beides tolle Bücher mit optisch  großartigen Umschlägen, die nicht nur gut aussehen, sondern sich auch noch gut anfühlen!
Ja, beide habe ich gerne im Regal!

Aktion: Rezension für Eichborn

Über Umwege bin ich auf die Aktion der Bibliophilin aufmerksam geworden.
Wie viele andere von uns scheint sie die Nachricht der Insolvenz von Eichborn getroffen zu haben und so hat sie sich diese tolle Aktion ausgedacht, an der ich gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten teilnehme.
Soll heißen: Ich versuche mein Bestes.

Die Beschreibung hat sie so wunderbar zusammengefasst, dass ich hier einfach weitergebe, was sie auf ihrem Blog formuliert hat:
Der Eichborn Verlag gehört zu den Verlagen, deren Bücher ich sehr gerne lese.  Eichborn gibt Bücher heraus, die Stil und Humor haben. Doch die Menschen, die beim Eichborn Verlag arbeiten, müssen jetzt um ihre Existenz bangen. Um zu zeigen, dass es ein großer Verlust für uns Leser wäre, sollte der Eichborn Verlag tatsächlich geschlossen werden, starte ich auf meinem Blog die Aktion “Rezension für Eichborn”. Dafür werde ich im kommenden Monat ein Buch aus dem Eichborn Verlag lesen und hier rezensieren.

Diese Aktion ist meine eigene Idee, ich werde dafür weder bezahlt noch beschenkt. Ich will hier auch nicht einfach Verlagswerbung machen. “Rezension für Eichborn” kommt von Herzen und soll meine Solidarität ausdrücken. Denn mit der kleinen roten Fliege verbinde ich Bücher und Autoren, die mir ans Herz gewachsen sind, und die mir viele schöne Lesestunden bereitet haben.

Natürlich freue ich mich, wenn andere Blogger mein Anliegen teilen. Wer Interesse hat, darf gerne das “Rezension für Eichborn”-Logo auf seinem eigenen Blog für einen entsprechenden Beitrag verwenden. Und wer keinen Blog hat, aber trotzdem einen Beitrag leisten will, dem biete ich hier auf Bibliophilin den Platz für seine eigene Eichborn-Rezension an. In diesem Fall meldet euch bei mir bis Ende Juni unter dorota(ät)bibliophilin.de an.

Liebe Dorota, danke für diese schöne Idee! Ich hoffe, sie bewirkt etwas, der Verlag hat nämlich wirklich tolle Titel im Angebot!

Aktion Beutewelt I - Teil 3

In dieser Woche ist Sabrina wieder an der Reihe, den nächsten Teil des Buches näher zu beleuchten.

In diesem Abschnitt fällt mir vor allem auf, dass Frank trotz aller Bemühungen von einer Trostlosigkeit in die nächste gerät. Auch sein neuer Zufluchtsort wird karg und grau beschrieben, so dass man insgesamt das Gefühl hat, in einem Schwarzweiss-Film zu sein. Es fröstelt  einen schon beim Lesen.
Das sind Empfindungen, die der Autor hier wirklich gut impliziert.

In der nächsten Woche gibt es dann wieder einen weiteren Teil des Buches, den ich dann bespreche.

Sonntag, 19. Juni 2011

31 Tage - 31 Bücher: Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen

Ok, das ist heute wieder einfach gewesen.
Einfach mal mit geschlossenen Augen in Richtung Bücherregal gelaufen, unterwegs über eine Katze gestolpert und dann den Finger an "Rot wie die Liebe" angestossen.
Das gehört zu "Grün wie die Hoffnung" und "Blau wie das Glück" und vielleicht komme ich auch in diesem Leben noch dazu, es zu lesen.

100-Leser--Lurchspiel: Noch eine Woche

Noch knapp eine Woche habt ihr Zeit, bei dem wirklich wundervollen Gewinnspiel vom Leselurch teilzunehmen anlässlich des 100. Lesers.
Diese Zahl ist selbstredend mittlerweile überholt, inzwischen steuern wir auf das 200-Leser-Lurchspiel zu ;)

Zu gewinnen gibt es ganz viele tolle, kreative, bunte Preise, die alle auf dem Blog vorgestellt wurden.
Da ist von Lesezeichen über Schlüssenanhänger bis zu Buchtaschen wirklich eine ganze Menge Handarbeit bei. Das allein ist schon ein Lob wert - so viel Mühe, so viele tolle Sachen.

Also: Versucht euer Glück! Meldet euch an, macht mit. Es soll ja ein voller Erfolg werden!

Buchkaufverbot aufgehoben!

Ha!
Ihr dachtet, ich schaff es ja doch nicht, meinen SuB zu zählen und zu sortieren? Also ich hatte selbst meine Zweifel.

Aber ich habe es geschafft. Die Sortierung ist zwar "nur" alphabetisch und der ganze Spaß ist auch noch nicht auf lovelybooks katalogisiert, aber das kommt noch.

Im Moment sind es 184 Bücher, wobei ich davon ja einige "in der Mache" habe.
Trotzdem... sagen wir... ähm... beeindruckend ;)
Habe aber festgestellt, dass ich unheimlich viele Bücher besitze, die ich wohl nie lesen werde. Vielleicht kennzeichne ich die nochmal gesondert.
Aber bis dahin als Info: Bei den Büchern sind ganz viele dabei, die ich gerne abzugeben bereit bin. Betrifft hauptsächlich die "Frauenromane"
Wenn euch etwas interessiert, einfach mal nachfragen, mehr als nein sagen kann ich ja nicht ;)

Wie dem auch sei: Ich habe meine selbstgestellte Aufgabe damit erledigt und kann jetzt ENDLICH wieder Bücher kaufen gehen.
Mein SuB ist ja auch viel zu klein *lach*

Buchpost, wow, wow, wow!

Diese Bücher kamen zwar bereits Donnerstag und Freitag an, aber ich musste noch etwas klären und stelle sie euch daher erst jetzt vor...


"Forbetter your english" habe ich vom Verlag zur Rezension bekommen und freue mich riesig! An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank. Das Buch stand ohnehin auf meiner Wunschliste, daher freut es mich doppelt.
Dazu gabs dann sogar noch diese lustigen Karten:

Jaaaa und dann die Jägerin. Ihr erinnert euch vielleicht nicht, aber ich habe vor einigen Monaten mal ganz kryptisch erzählt, ich dürfte bei einem tollen Projekt mitarbeiten.
Naja... ein paar Mädels, die Autorin und meine Wenigkeit haben die erste Ausgabe des Buches überarbeitet und danach wurde es neu aufgelegt.

Ich habe an einem Buch mitgearbeitet *stolz auf die Brust klopf*
Ja, ich bin da stolz drauf.

Und am allermeisten freut mich das:



Naaaa, gefunden? Und ob ich das Foto reinsetzen darf, das musste ich erst noch klären. Ich darf.
Danke nochmal Nicole!
Für die Möglichkeit, an dem Projekt mitarbeiten zu dürfen. Und für das Belegexemplar.
Und sowieso und überhaupt! :)

Rezension: Sixteen Moons

Bei diesem Buch habe ich an einer Leserunde teilgenommen, die ich fast vergessen hätte. Glücklicherweise hat mir eine liebe Freundin das Buch dann gerade noch rechtzeitig vorbeigeschickt.

Informationen zum Buch:
Titel: Sixteen Moons
Autor: Kami Garcia und Margaret Stohl
Seiten: 554 Seiten (Hardcover)
Verlag: cbj (August 2010)
ISBN 10: 3570138283
ISBN 13: 978-3570138281

Rezension:
Ethan fühlt sich wie gefangen in der ewig gleichen Routine der Südstaatenkleinstadt Gatlin, in der jeder das ist, was er schon immer war und auch immer sein wird. Bis Lena auftaucht, die geheimnisvolle Nichte des Mannes, den jeder fürchtet und doch keiner kennt. Lena, deren Augen so wunderbar grün und deren Haare so schwarz und unzähmbar sind. Lena, deren Gedanken sich mit Ethans verweben und die er schon viel länger zu kennen scheint, als alle glauben.
Lena, deren Schicksal sich in wenigen Monaten erfüllen wird und deren Leben so eng mit Ethans verwoben zu sein scheint.

Es ist schön, mal wieder ein Buch zu lesen, das in sich stimmig ist. Ein Buch, in dem eine Beziehung zwischen Jugendlichen natürlich wächst und nicht von jetzt auf gleich und für alle Zeit besteht. In dem die Kleingeister-äh Kleinstädter in ihren Verhaltensweisen so deutlich dargestellt werden, dass sie fast einem satirischen Kabarett entsprungen sein könnten.
Leider wurde auf die äußerliche Beschreibung weniger Wert gelegt, so dass man einige Mühe hat, sich die meisten Personen vorzustellen.
Auch mit Beschreibungen der Umgebung wird sparsam umgegangen, was meistens nicht das Schlechteste ist, es jedoch unheimliche erschwert, sich an der Schule, in Ravenwood, Gatlin und überhaupt der Umgebung zurecht zu finden.
Irritierend war es zu Beginn, dass dieses Mal aus der Sicht eines Jungen erzählt wird, was sich erst nach einigen Seiten erklärt. Ungewöhnlich, aber gleichzeitig auch (endlich) mal etwas Neues.

Die Sprache ist einem Jugendbuch angemessen, spiegelt aber auch immer wieder den Respekt wider, den man sich bei Jugendlichen der Südstaaten gegenüber den Erwachsenen vorstellt. Insgesamt schaffen die Autorinnen es, das Gefühl herauf zu beschwören, vor Ort zu sein, aller Ortsunkenntnis zum Trotz.

Das große Finale schließlich ist, und auch das ist nicht selbstverständlich, sehr stimmig in die Handlung eingefügt, wirkt weder erzwungen noch gehetzt, sondern nimmt eine dem Umfang des Buches angemessenen Raum ein und wird insgesamt sehr gut und passend aufgelöst.

Zusammengefasst ist "Sixteen Moons" ein Buch, das trotz oder gerade wegen seiner auf den ersten Blick ungewöhnlichen Sichtweise, vor allem aber wegen der toll und stimmig aufgezogenen Handlung überzeugt, dem aber am Ende doch ein kleines Bisschen fehlt, um den Leser wirklich von der ersten Seite an in seinen Bann zu ziehen.

Bewertung: 4 von 5 Punkten