Freitag, 16. Dezember 2011

Rezension: Peter Pan in Kensington Gardens

Endlich habe ich wieder Internet. Zwar noch nicht richtig, sondern "nur" über einen Stick und Telefon fehlt mir auch noch, aber ich kann wieder von der Couch aus online gehen und dementsprechend auch wieder vernünftig posten.
Von diesem Buch hatte ich ja bereits ganz kurz etwas berichtet, hier folgt nun die richtige Rezension. Erhalten habe ich das Buch über BloggDeinBuch. Die Zusammenarbeit erfolgt in diesem Fall mit dem Verlagshaus Mescheryakov. An dieser Stelle ganz, ganz herzlichen Dank dafür. 



Informationen zum Buch:
Autor:  James Matthew Barrie (Illustrationen von Arthur Rackham)
Seiten: 216 Seiten (Hardcover)
Verlag: Verlagshaus Mescheryakov (August 2011)
ISBN 10: 3902755148
ISBN 13: 978-3902755148
Rezension:

Kensington Gardens, der berühmte Park, ist nicht nur das Zuhause unzähliger Elfen und der Ort, an dem sich die Insel befindet, auf der die Vögel schlüpfen, die später zu Menschenbabies werden, sondern auch der Platz,  an dem Peter Pan sich eingefunden hat, nachdem er aus dem Fenster seiner Menschenfamilie geflogen ist im zarten Alter von nur einer Woche. Und Kensington Gardens ist der Ort, an dem unsere Augen so viel mehr zu enddecken vermögen, wenn wir nur wissen, worauf wir achten müssen und was genau das ist, das erzählt uns dieses Buch.

Wer kennt denn nicht Peter Pan, den Jungen, der nie erwachsen werden wollte? Und wer verbindet diese Bezeichnung mit der Disneyversion, mit einem kleinen, elfenohrigen Jungen in grüner Kleidung, der Wendy und ihre Brüder mitnimmt nach Nimmerland?
Ich zumindest habe dies bisher getan. Die hier vorliegende Version der Geschichte von Peter Pan, sozusagen der Anfang von allem, ist mir persönlich neu. Umso bezaubernder allerdings wirkt sie, wenn man sie nur ganz in sich aufnimmt und versucht, sie ein wenig mit den Augen eines Kindes zu sehen. Aber sie ist eben nicht, was man als erstes erwartet, wenn man den Namen Peter Pan hört.

Und gerade deswegen ist dieses Buch um so interessanter, denn es erzählt von jemandem, den man zu kennen glaubt und es erzählt Dinge, die man nicht wusste, nicht ahnte, sich nicht vorstellen konnte. Das alles in einer Sprache, die einen sofort einen Erzähler vor Augen zaubert, der in einem alten Ohrensessel sitzt und eben diese Geschichte seinem Enkel erzählt. Und so liest sich das Buch dann auch: Als würde einem eine Geschichte erzählt werden und das fühlt sich wirklich heimelig und  schön an.

Die Zeichnungen schließlich machen das Werk außergewöhnlich, sind sie doch, wie bereits das Vorwort deutlich macht, ein wichtiger Bestandteil des Buches. Und sie verleihen ihm einen ganz besonderen Charme, auch wenn die Darstellungen nicht immer ganz zu dem passen, was gerade erzählt wird, sondern manchmal das Elfenleben im Allgemeinen abbilden. Sie alle sind absolut liebevoll und detailreich ausgeführt und laden zum langen Betrachten ein. 
Und so entdeckt man auch mit jedem Ansehen andere Details und verliebt sich von Neuem in die Darstellungen (ich übrigens besonders in die tanzenden Herbstblattelfen). Einzig irritierend ist es, dass der Text manchmal für mehrere Seiten unterbrochen wird, aber darüber kann man hinweg sehen, wird dies vor allem durch die zusätzlichen Erklärungen verursacht, die die Welt der Elfen und Zauberwesen näher bringen, was wiederum sehr positiv zu bewerten ist.

Insgesamt ist dies ein Buch mit einer süßen Geschichte, die ganz bezaubernd erzählt ist und von wunderschönen Zeichnungen eingerahmt wird. Unbedingt empfehlenswert, ein echtes Schmuckstück!
Bewertung: 5 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. Das Buch klingt echt super. Das könnte auf jeden Fall was für mich sein.

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  2. Es ist toll, ehrlich! Richtig schön

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