Montag, 5. Dezember 2011

Rezension: Die Bibel der Toten

Ein Buch vom Grabbeltisch, die Klappe las sich interessant und es war dann ja auch eine sehr kurzweilige Unterhaltung.

Informationen zum Buch:
Autor: Brad Kelln
Seiten: 336 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: rororo (März 2009)
ISBN 10: 3499248255
ISBN 13: 978-3499248252
Rezension:
Ein geheimnisvolles Buch wird in einer Bibliothek verwahrt und bewacht. Niemand kann seinen Inhalt entziffern, niemand etwas mit Schrift oder Bildern anfangen. Bis eines Tages ein kleiner Junge vor der Vitrine steht und beginnt, mühelos zu lesen. Ein Junge, der eigentlich nicht lesen kann. Als das Buch dann auch noch gestohlen wird, wird eine Lawine aus Misstrauen, Verfolgung und Rätseln losgetreten, bei der der Vatikan eine bedeutende Rolle spielt.

Und wieder ein Buch, das sich mit Rätseln der Bibel, Verschwörungen des Vatikans und Mitgliedern der katholischen Kirche, die nicht ganz so fair spielen, wie man es glauben möchte, beschäftigt. Ein durchaus erfolgreiches, wenn auch ausgelutschtes Konzept, bei dem allerdings etwas mehr Augenmerk auf  übernatürliche, denn auf logisch erklärbare Phänomene gelegt wird.

Die handelnden Figuren werden nur kurz eingeführt und bleiben so auch recht farblos, man hat seine Schwierigkeiten damit, sich wirklich ein Bild von ihnen zu schaffen. Es wirkt so, als würden einfach Marionetten mit Namen belegt werden, die dann die geforderten Handlungen ausführen, weiter aber nicht wichtig sind.
Einzig die beiden seltsamen Brüder wirken besser ausgearbeitet und stimmiger, vielleicht nicht trotz, sondern gerade wegen ihres Schicksals.

Die Handlung an sich ist ganz gut aufgebaut, sie bleibt spannend und rasant, so dass man durch die Seiten hindurch jagt. Dennoch bleibt am Ende außer einigen offenen Fragen wenig zurück. Sicher, wir beschäftigen uns hier mit biblischen Mythen und man darf da auch einiges Rätselhaftes erwarten, aber eine etwas differenziertere Reaktion der Eltern am Ende hätte ich mir da schon gewünscht. Genauso, wie ich mich frage, warum ich als Leser mich mit der Figur Jenna beschäftigen musste, die doch so überhaupt keine wichtige Rolle spielt.

Mir fehlt in diesem Buch einfach die Tiefe, der Biss, das Gehaltvolle, einfach irgendwas, was dazu führt, dass sich das Ende des Buches nach mehr als nach einer zerplatzten Seifenblase anfühlt.
Insgesamt durch die kurzen Kapitel und den flüssigen Schreibstil aber eine kurzweilige Unterhaltung.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. Ich hatte es auch ne Weile rumliegen, bevor ich mich daran gemacht habe. Liest sich aber sehr schnell weg.

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