Samstag, 17. Dezember 2011

Rezension: Der Christmas Cookie Club / Weihnachtslesen Teil 3

Also ja, der Christmas Cookie Club... Wollte ich schon recht lange lesen, das Cover ist so schön und ein Buch, in dem Keksrezepte stehen ist doch toll... Hmm. Mag sein, aber mir persönlich hats einfach nicht gefallen. Vielleicht muss ich noch ein paar Jahre älter werden dafür.


Informationen zum Buch:
Autor: Ann Pearlman
Seiten: 368 Seiten (Hardcover)
Verlag: Marion von Schröder (Oktober 2009)
ISBN 10: 3547711584
ISBN 13: 978-3547711585
Rezension:

Jedes Jahr treffen sich in der Vorweihnachtszeit zwölf Frauen und tauschen Kekse, Geschichten und Weisheiten aus. In diesem Jahr, so scheint es, geht es jedoch viel weniger um das Gebäck, als um tiefgreifende Veränderungen, mit denen die Frauen zu kämpfen hatten. Und so wird die Keksparty aus vielen Gründen zu einem ganz besonderen Abend.

Fangen wir bei der Bewertung mit dem Offensichtlichen an: Dieses Buch folgt einem sehr interessanten Muster. Jedes Kapitel beginnt mit einem Cookierezept und zwar dem, das die Frau gebacken hat, um die es in dem Kapitel hauptsächlich geht. Im Anschluss an die eigentliche Handlung des Kapitels erfolgt ein kurzer Abriss über eine der häufig verwendeten Backzutaten. 

Prinzipiell ist das eine wundervolle Idee, eine nette Art, um eine lockere Struktur zu schaffen und gleichzeitig noch ein wenig Hintergrundwissen zu vermitteln. Allerdings wird man immer wieder aus der Geschichte gerissen und im Lesefluss gestört. Davon abgesehen fühlt man sich stellenweise wieder in die Schulzeit zurück versetzt, wenn die Erzählerin doch recht oberlehrerhaft davon berichtet wie gesund Zutat XY doch ist.

Die Handlung selber beschränkt sich auf einen Tag, den Tag der Cookie-Party, sowie diverse Erinnerungssequenzen der Erzählerin. Hierdurch wird eine gleichbleibende Atmosphäre geschaffen, die nur stellenweise durch mehr oder minder überraschende Ereignisse aufgebrochen wird. Nun, ob diese Dinge dann wirklich überraschen können, mag am jeweiligen Leser liegen. Mir persönlich gab es unterm Strich einfach viel zu wenig Handlung und viel zu viel Gerede. Wenn ich ein Buch dieser Seitenzahl lese, erwarte ich einfach etwas mehr, was man daraus mitnehmen kann, als „nur“ Erinnerungen einer einzigen Frau, die um einen einzelnen Abend herum gruppiert wurden. 

Die Figuren an sich bleiben dann auch recht farblos und wenig greifbar, da in ihrer Beschreibung wenig Wert darauf gelegt wurde, sie wirklich abzubilden, sondern viel mehr die Gefühle vermittelt wurden, die zwischen den Personen und der Erzählerin vorherrschend sind.

Insgesamt eine wirklich nette Idee, von der für mich leider viel zu wenig hängen bleibt. Ich wette aber, jeder, der sich selbst ober seine Freunde in den Figuren oder der Handlung, in den Lebenserfahrungen und Schicksalen wiedererkennt, der wird eine Menge Freude mit dem Buch haben. Einen Extrapunkt gibt es für die tollen Rezepte, die Lust machen, sie auszuprobieren.
Bewertung: 3 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. ich fand es ist einfach ganz schön viel "Leid" in dem Buch. Irgendwie doch ein bisschen zu viele Geschichten. Aber ich fand es doch recht gut

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  2. Naja, es ist schon ziemlich konzentriert, das stimmt. Aber sonst wäre ja gar nichts passiert im ganzen Buch ;)
    Lg

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