Mittwoch, 9. November 2011

Rezension: Die Insel der besonderen Kinder

Dieses Buch habe ich auf vorablesen gewonnen und mich wahnsinnig darauf gefreut. Habe es dann an einem Tag ausgelesen und bin nach wie vor vom Äußeren absolut begeistert. Aber der Inhalt war leider nicht meins.

Informationen zum Buch:
Autor: Ransom Riggs
Seiten: 272 Seiten (broschiert)
Verlag: PAN (November 2011)
ISBN 10: 3426283689
ISBN 13: 978-3426283684

Rezension:
In seiner Kindheit sah Jakob in seinem Großvater einen Helden, der die Welt entdeckt und gegen Monster gekämpft hat. Als Jakob älter wird, verblasst der Zauber dieser Geschichten und er begreift sie als das, was sie in den Augen der anderen schon lange sind: Märchen eines alten Mannes, die zuviel Raum in dessen Geist einnehmen und somit zunehmend zur Realität für ihn werden. Aber genau das werden sie für Jakob auch und damit hätte er niemals gerechnet.

„Die Insel der besonderen Kinder“ ist ein besonderes Buch, was vor allem der fantastischen Aufmachung zu schulden ist. Im Text werden immer wieder Fotos erwähnt, die dann in dem insgesamt recht dunkel, aber nicht düster gehaltenen Buch abgedruckt werden. Überhaupt sind Seiten, Kapitelanfänge und Umschlag des Buches sehr schön geworden und in Verbindung mit den Fotos ist es einfach ein kleines Schmuckstück.

Dieses Lob kann man leider bei Figuren und Inhalt des Buches nicht fortführen. Sicher, es lässt sich leicht lesen, aber grundsätzlich ist die Sprache etwas simpel gehalten und die Figuren konnten mich persönlich auch kaum in ihren Bann ziehen. Sympathien können sich gerade dann entwickeln, wenn gerade wenig passiert und Jakob sich seinen Gedankengängen hingibt. Insgesamt aber bleiben die Figuren farblos und irgendwie schwer zu greifen. Die besonderen Kinder hätten hier viel mehr Möglichkeiten geboten, sind aber relativ plakativ dargestellt und ihre Charakterzüge scheinen nicht in die Tiefe zu gehen.

Und so folgt man der Handlung dann auch eher halbherzig, weil einem die Figuren einfach nicht nahe gehen. Was sehr schade ist, weil die Idee an sich sehr gut ist und vor allem mit den aufgeführten Hintergründen ein ganzes Fass an Möglichkeiten und Geschichten geöffnet wird. Spannung kommt leider kaum auf und das Ende ist so gestaltet, dass nahezu sicher davon ausgegangen werden kann, dass es Folgebände geben wird.

Insgesamt ein Buch, das zwar kurzweilige Unterhaltung bietet, in Figurenausgestaltung und Spannungsbogen aber deutlich zu wünschen übrig lässt. Allein die Aufmachung allerdings würde die Höchstwertung verdienen.

Bewertung: 3 von  5 Punkten

Kommentare:

  1. So unterschiedlich sind die Meinungen gerade zu dem Buch, das ist irgendwie wahnsinnig...
    Ich mag es nämlich sehr gern. Aber gerade bei dem Buch zeigen sich krasse Gegensätze in Rezensionen auf. Und auch das finde ich mal interessant.

    AntwortenLöschen
  2. Sowas ist immer spannend :)
    Ich finds optisch halt super, aber der Rest war eben nur Durchschnitt und bei etwas, was man zum Lesen kauft, sollte der Inhalt überzeugen. War für mich leider nicht so.
    Lg

    AntwortenLöschen
  3. Das Buch sieht wirklich toll aus, weshalb ich es mir auch fast gekauft hätte, obwohl mich die Story nicht so sehr angesprochen hat.
    Nun bin ich aber froh, dass ich es nicht getan habe ;)

    AntwortenLöschen
  4. Ja, mir tuts auch irgendwie leid, aber ich hab mich am Ende nur noch von Foto zu Foto gehangelt ("noch 12 Seiten lesen, dann ist wieder ein Bild") und das kanns irgendwie nicht sein.
    Lg

    AntwortenLöschen