Freitag, 2. September 2011

Rezension: Ruht das Licht

Dieses Buch habe ich glücklicherweise auf vorablesen gewonnen, weswegen die Rezension auch schon seit einiger Zeit fertig ist, obwohl das Buch offiziell erst gestern erschienen ist

Informationen zum Buch:
Titel: Ruht das Licht
Autor: Maggie Stiefvater
Seiten: 400  Seiten (Hardcover)
Verlag: script5 (September 2011)
ISBN 10: 3839001188
ISBN 13: 978-3839001189

Rezension:
Eigentlich sollte alles seinen Gang gehen in Mercy Falls. Nach Jacks Tod und Olivias Verwandlung, vor allem aber nach Sams Heilung ist Ruhe eingekehrt und während Sam und Grace sich erst an eine gemeinsame Zukunft gewöhnen müssen, versucht Isabel, wieder Fuß in ihrem Leben zu fassen. Dann jedoch verwandelt sich einer der neuen Wölfe sehr früh zurück und sorgt für eine Menge Unruhe und zu allem Überfluss geht es Grace immer schlechter, so dass sehr schnell doch wieder größere Sorgen ihr Denken und Handeln bestimmen.

„Ruht das Licht“ ist wirklich ein würdiger Nachfolger für „Nach dem Sommer“.  Maggie Stiefvaters Schreibstil lässt den Leser sofort wieder in die Geschichte eintauchen, wobei gerade genug Informationen aus dem ersten Band wiederholt werden, um die Erinnerung aufzufrischen, aber nicht so viele, dass es langweilen oder stören würde. Die Sprache ist nach wie vor eingängig und fesselnd, so dass sich die Geschichte im Grunde von allein liest.

In diesem Buch werden nicht mehr nur Sam und Grace als Erzähler heran gezogen, sondern auch Isabel und Cole melden sich zu Wort, wodurch  der Erzählfluss schneller und weniger gelassen wirkt. Das erhöhte Tempo ist allerdings auch den sich überschlagenden Ereignissen geschuldet, die in diesem Band der Geschichte eine neue Wendung geben.

Überhaupt zeigen hier mehrere Figuren ein ganz neues Gesicht, das ihnen mehr oder weniger gut steht. So lernt man Graces Eltern ganz anders kennen und ehrlich gesagt zeichnet deren (für Eltern sicher nachvollziehbare, für Jugendliche aber bestimmt völlig überzogen wirkende) Reaktion ein sehr viel schärferes Bild von ihnen, als es der ganze erste Band konnte.

Sam und Grace und ihre Beziehung zueinander wird wieder in einer Intensität dargestellt, die ganz hart an der Grenze zwischen Romantik und Besessenheit angesiedelt ist. Da sich allerdings die ganze Handlung dieses Mal in eine andere Richtung entwickelt, kann ich diese obsessive Fixierung der beiden viel eher nachvollziehen und akzeptieren als noch im ersten Band. Ihr ganzes Miteinander wirkt natürlicher und passender.

Isabel und Cole schließlich bilden den zerrissenen Gegenpart zu dieser Harmonie und geben dem menschlichen Miteinander mehr Schwung. Coles Entwicklung geht mir persönlich etwas zu schnell, die Beweggründe sind mir etwas zu oberflächlich, aber grundsätzlich passt er dennoch gut in die Geschichte.
Überhaupt gibt es bis auf die grenzwertige Liebesgeschichte, die dieses Mal aber viel besser die Kurve kriegt, nicht viel zu meckern.

Ein rundum gut lesbares Buch mit sympathischen Charakteren, einer mitreißenden Story und einer (auf die ganze Reihe bezogenen) Titelgebung, die mit zu dem Besten gehört, was ich bisher gesehen habe.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. Yes, genau! Meine Rezi folgt. Ich bin momentan noch so durch den Wind, muss sich alles noch setzen. Was hab ich geheult!!! Die Titelgebung, vor allem auf die Trilogie bezogen, gehört zum Besten auf dem deutschen Markt!
    LG,
    Damaris

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  2. Absolut! Da gehört jemandem ein Orden verliehen!

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