Samstag, 16. Juli 2011

Rezension: Die Alchemie der Unsterblichkeit

Dieses Buch habe ich freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Nochmals ganz, ganz herzlichen Dank!

Informationen zum Buch:
Titel: Die Alchemie der Unsterblichkeit
Autor: Kerstin Pflieger
Seiten: 352 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Goldmann (Juni 2011)
ISBN 10: 3442474833
ISBN 13: 978-3442474837

Rezension:
Der junge Ischerios Ceihn möchte eigentlich um jeden Preis Medizin studieren. Da er sich jedoch mit seiner reichen Familie genau aus diesem Grund überworfen hat, bleibt ihm nur ein Stipendium zur Finanzierung, jedoch wurde er bisher abgelehnt. In Zeiten den Hungers bleibt ihm also nicht viel anderes übrig, als Aufträge anzunehmen, um über die Runden zu kommen. Und so verschlägt es ihn in den Schwarzwald, in ein Gebiet, das er normalerweise nicht freiwillig betreten hätte. Und so trifft er dann auch auf finstere Gestalten, auf Werwölfe und Vampire, auf unheimliche Gestalten, in deren Mitte er nach einem brutalen Mörder suchen soll. Der jedoch hat seine eigenen Pläne…

Kerstin Pflieger legt mit diesem Buch ein wirklich interessantes Debüt vor, eines, das angenehm zu lesen und dabei in sich stimmig ist. Man merkt deutlich, dass die Autorin bereits vor dieser Veröffentlichung geschrieben hat, denn sie hat ihren Stil bereits gefunden. 

Die Sprache der Figuren ist angemessen, genau im richtigen Maße der Zeit des Geschehens angepasst, um glaubwürdig zu sein, moderne Leser aber nicht zu überfordern. Die Sprache der erzählenden Teile ist einfach gehalten, dabei aber nicht langweilig. Frau Pflieger hält sich nicht lange mit Beschreibungen der Landschaft auf, was den Lesefluss voran treibt, bisweilen nur die Orientierung in Dornfelde etwas erschwert.

Die Handlung an sich ist durchdacht und es werden die relevanten Stränge sehr überlegt zusammen geführt. Einige Fragen bleiben offen, diese werden dann wohl im nächsten Band beantwortet.
Schade ist es allerdings, dass schon sehr früh absehbar ist, wer der Mörder ist und dass der  Leser sich dann auch zusammenreimen kann, was das Motiv sein mag.  Den Rest des Buches wartet man dann darauf, welche Stolpersteine Ischerios noch überwinden muss. Ebenfalls empfand ich das Finale als recht kurz abgehandelt, nachdem die Geschichte den Leser so lange darauf vorbereitet hat. Das hätte noch etwas ausgebaut werden können, um ein nicht ganz so abruptes Ende zu schaffen.
Auch gab es leider einige Rechtschreibfehler, die allerdings hoffentlich in der nächsten Auflage beseitigt werden.

Die Figuren des Buches jedenfalls sind recht überzeugend gezeichnet, mit Maleficium kommt sogar noch neuer Wind in ihre Reihen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und egal, auf welcher Seite der Moral die jeweilige Person steht, ihre Handlungen bleiben nachvollziehbar und man kann sich durchaus ein gutes Bild machen.

Insgesamt ein kurzweiliges Lesevergnügen, das die Versprechungen eines Schauermärchens nicht ganz erfüllen kann, da es zwar eine düstere Stimmung schafft, aber nur über sehr wenige Gruselmomente verfügt, das aber dennoch überzeugen kann, da hier eine junge Autorin bereits in einen lesenswerten Stil gefunden hat und eine interessante Handlung gekonnt umsetzt.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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