Donnerstag, 14. Juli 2011

Rezension: Alles ist Zahl

Dieses Buch habe ich von der Seite BloggDeinBuch erhalten, die in diesem Fall mit dem Verlag Freies Geistesleben zusammenarbeitet. An dieser Stelle ganz, ganz herzlichen Dank dafür. Für jemanden wie mich, der Zahlen so mag, ist es wirklich eine sehr spannende Lektüre gewesen. 



Informationen zum Buch:
Titel: Alles ist Zahl
Autor: Wolfgang Held
Seiten: 160 Seiten (Hardcover)
Verlag: Verlag Freies Geistesleben (Februar 2011)
ISBN 10: 3772525431
ISBN 13: 978-3772525438


Rezension:
Zahlen bestimmen unser Leben, manchmal offensichtlich, oftmals aber eher im Hintergrund. Es ist an der Zeit, sich näher mit ihnen zu beschäftigen und ihrer Struktur und Bedeutung auf den Grund zu gehen.

Der Autor analysiert in diesem Büchlein die Zahlen von 1 bis 31, erklärt, was hinter der Ziffer steht. Die Eingrenzung auf 31 Zahlen mag im ersten Augenblick willkürlich erscheinen, sie ist es aber nicht. Jeder Mensch hat mit seinem Geburtstag einen ganz persönlichen  Bezug zu Zahlen und diese reichen eben bis zur 31. Und hierauf basierend sind dann auch jedem Kapitel die Namen von berühmten Personen voran gestellt, die an einem entsprechenden Monatstag geboren wurden.

Insgesamt sind die einzelnen Abschnitte optisch sehr schön hervorgehoben, denn jedes Kapitel beginnt mit einer Aufzählung der Personen auf einer Seite, auf der anderen Seite befindet sich, immer in verschiedenen Schriften die Zahl, sowie ihr Beiname. Auf der nächsten Seite folgt ein zur Zahl passendes Zitat, bevor der eigentliche Text kommt.
Eine Besonderheit bilden hier auch die Seitenzahlen, aber davon kann sich am Besten jeder selber ein Bild machen.

In den Kapiteln selber geht der Autor dann auf all das ein, was wir allgemein hin mit der jeweiligen Zahl assoziieren, welche Bedeutung ihr in welchem Gebiet und aus welchem Grund zugeschrieben wird und bringt dem Leser so, ganz nebenbei, noch einige interessante mathematische Fakten bei.
Und so ist es auch größtenteils überaus interessant, was der Mensch für eine Beziehung zu den verschiedenen Zahlen hat und welche Eigenheiten sie mit sich bringen.

Allerdings sind die Beiträge in einen sehr starren Rahmen gepresst, was verständlich ist, da viele von ihnen in einer Zeitschrift veröffentlicht wurden und dementsprechend sicherlich Vorgaben an die Länge erfüllen mussten. Allerdings führt das dann auch dazu, dass bei einzelnen Zahlen, für die sehr viele Fakten genannt werden, über die es sehr viel zu erzählen gibt, dieses Wissen auf drei Seiten heruntergebrochen wird. Dadurch werden viele interessante Inhalte nur kurz angerissen, die ich mir in einer längeren Ausführung gewünscht hätte. Hier hätte man die zugrunde liegenden Beiträge ja im Rahmen des Buches etwas näher ausführen können – der Rahmen wäre ja gegeben.

Auf der anderen Seite führt die offensichtliche Vorgabe von 3 Seiten pro Zahl dazu, dass teilweise völlig irrelevante Geschichten in ermüdender Länge besprochen werden, ohne dabei näher auf das Wesen der Zahl einzugehen. Scheinbar nur, um die Seiten auch füllen zu können. Bestes Beispiel hierfür ist die Zahl 31, zu der sicherlich mehr zu sagen gewesen wäre, als auf 2,5 von 3 Seiten Teile der menschlichen Anatomie zu beschreiben und auf den letzten Zeilen noch kurz eine mathematische Besonderheit zu erwähnen.
Es wäre da insgesamt einfach schöner gewesen, wenn weniger auf Vorgaben und mehr auf Inhalte geachtet worden wäre.

Insgesamt ein sehr interessantes Büchlein, das trotz Schwächen im Aufbau und relativ wenig Text vor allen jeden zu empfehlen ist, die Interesse an Zahlenspielen und Mathematik haben.

Bewertung: 4 von 5 Punkten, mit Tendenz nach unten

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