Sonntag, 19. Juni 2011

Rezension: Sixteen Moons

Bei diesem Buch habe ich an einer Leserunde teilgenommen, die ich fast vergessen hätte. Glücklicherweise hat mir eine liebe Freundin das Buch dann gerade noch rechtzeitig vorbeigeschickt.

Informationen zum Buch:
Titel: Sixteen Moons
Autor: Kami Garcia und Margaret Stohl
Seiten: 554 Seiten (Hardcover)
Verlag: cbj (August 2010)
ISBN 10: 3570138283
ISBN 13: 978-3570138281

Rezension:
Ethan fühlt sich wie gefangen in der ewig gleichen Routine der Südstaatenkleinstadt Gatlin, in der jeder das ist, was er schon immer war und auch immer sein wird. Bis Lena auftaucht, die geheimnisvolle Nichte des Mannes, den jeder fürchtet und doch keiner kennt. Lena, deren Augen so wunderbar grün und deren Haare so schwarz und unzähmbar sind. Lena, deren Gedanken sich mit Ethans verweben und die er schon viel länger zu kennen scheint, als alle glauben.
Lena, deren Schicksal sich in wenigen Monaten erfüllen wird und deren Leben so eng mit Ethans verwoben zu sein scheint.

Es ist schön, mal wieder ein Buch zu lesen, das in sich stimmig ist. Ein Buch, in dem eine Beziehung zwischen Jugendlichen natürlich wächst und nicht von jetzt auf gleich und für alle Zeit besteht. In dem die Kleingeister-äh Kleinstädter in ihren Verhaltensweisen so deutlich dargestellt werden, dass sie fast einem satirischen Kabarett entsprungen sein könnten.
Leider wurde auf die äußerliche Beschreibung weniger Wert gelegt, so dass man einige Mühe hat, sich die meisten Personen vorzustellen.
Auch mit Beschreibungen der Umgebung wird sparsam umgegangen, was meistens nicht das Schlechteste ist, es jedoch unheimliche erschwert, sich an der Schule, in Ravenwood, Gatlin und überhaupt der Umgebung zurecht zu finden.
Irritierend war es zu Beginn, dass dieses Mal aus der Sicht eines Jungen erzählt wird, was sich erst nach einigen Seiten erklärt. Ungewöhnlich, aber gleichzeitig auch (endlich) mal etwas Neues.

Die Sprache ist einem Jugendbuch angemessen, spiegelt aber auch immer wieder den Respekt wider, den man sich bei Jugendlichen der Südstaaten gegenüber den Erwachsenen vorstellt. Insgesamt schaffen die Autorinnen es, das Gefühl herauf zu beschwören, vor Ort zu sein, aller Ortsunkenntnis zum Trotz.

Das große Finale schließlich ist, und auch das ist nicht selbstverständlich, sehr stimmig in die Handlung eingefügt, wirkt weder erzwungen noch gehetzt, sondern nimmt eine dem Umfang des Buches angemessenen Raum ein und wird insgesamt sehr gut und passend aufgelöst.

Zusammengefasst ist "Sixteen Moons" ein Buch, das trotz oder gerade wegen seiner auf den ersten Blick ungewöhnlichen Sichtweise, vor allem aber wegen der toll und stimmig aufgezogenen Handlung überzeugt, dem aber am Ende doch ein kleines Bisschen fehlt, um den Leser wirklich von der ersten Seite an in seinen Bann zu ziehen.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. Das hab ich auch auf meinem Wunschzettel :-)

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  2. Es lohnt sich auf jeden Fall!
    Wie gesagt, ein tolles Buch, es fehlt nur eine nicht in Worte fassbare Kleinigkeit zum "perfekt". Zumindest für mich

    Lg

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  3. Das sehe ich genauso. Ein schönes Buch, aber was kleines fehlt noch etwas. Deshalb gab es von mir auch nicht die volle Punktzahl. Bin schon gespannt auf "Seventeen Moons".

    LG Reni

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  4. Ich auch. Schön, dass du es auch so siehst. Wobeis mir immer am liebsten ist, wenn man sagen kann, warum da noch was fehlt, aber manchmal ist es eben nur ein Gefühl

    Lg

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  5. Naja, das gewisse Etwas eben ... und manchmal hätte die ein oder andere Szene für mich auch ausgespart werden können. Zwischendurch zieht sich die Handlung ein wenig. So habe ich es jedenfalls noch in Erinnerung. Habe das Buch irgendwann letztes Jahr gelesen... :)

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  6. Mit "das gewisse Etwas" kann man sich gut aus der Affäre ziehen, ja :) Es passt einfach nicht alles 100%, ohne dass wirklich etwas fehlen würde.

    Aber nett wars :D
    Lg

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