Donnerstag, 26. Mai 2011

Rezension: Die Tochter von Avalon

Das Buch ist mir auf einem Grabbeltisch ins Auge gesprungen und ich bin sehr, sehr froh darum. Es hat einfach Spaß gemacht, es zu lesen.

Informationen zum Buch:
Autor: Meg Cabot
Seiten: 320 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Blanvalet (Januar 2008)
ISBN 10: 9783442244546
ISBN 13: 978-3442244546

Rezension:

Elaines Eltern sind Professoren mit dem Spezialgebiet Mittelalter. Und genau da liegt Elaines Problem: Nicht nur, dass sie nach einem Gedicht benannt wurde und von ihren Eltern ständig mit mehr oder weniger interessanten Details aus dem Mittelalter versorgt wird, nein, sie wird auch noch regelmäßig aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen und für ein Jahr an einen anderen Ort gesetzt. Nämlich immer dann, wenn ihre Eltern ein Forschungsjahr einlegen. Das Aktuelle bringt Elaine an die Avalon High, wo sie wieder mal ein neues Leben anfangen muss… nur dass es dieses Mal nicht ganz so ist, wie bisher.

Ok, ich bemühe mich um Objektivität, also fange ich mit den Schwachpunkten des Buches an:
Die Geschichte ist vorhersehbar und absolut gradlinig. Es gibt keine Überraschungen, keine Rätsel, keine spannenden Nebenschauplätze. Die Figuren sind kaum ausgearbeitet und bieten (zu) viel Raum, sich an ihrer Stelle selbst jemanden vorzustellen. Über Elaine erfährt man beispielsweise, dass sie groß und brünett ist und ein klein wenig ihrer Denkweise erfährt man, weil sie diejenige ist, die die Geschichte erzählt. Das war es dann aber auch schon. Für die anderen Figuren gilt das Gleiche.
Die Personen kommen dem Kern der Handlung sehr schnell auf die Schliche, auch wenn ich es grundsätzlich mag, wenn nicht zu viel um den heißen Brei herum geschlichen wird, war es hier schon extrem. Niemand wundert sich ernsthaft, alles wird akzeptiert und damit wird weitergemacht. Das entspricht kaum der menschlichen Psyche, so dass es irgendwie seltsam wirkt.

Aber!
Das Buch liest sich wie nichts. Man fängt an zu lesen und nach gefühlten zehn Minuten ist man in der Hälfte der Geschichte angelangt. Es ist seicht, ja. Aber es ist auch unglaublich unterhaltsam.  Das ist ein Buch, bei dem Lesen vom ersten bis zum letzten Satz schlicht und ergreifend Spaß macht. Und deswegen kann man über die gesammelten Schwachpunkte auch gut hinweg sehen.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. Von diesem Buch höre ich immer wieder Gutes. Genau, was du sagst, dass es sich schnell und leicht lesen lässt und Spass macht.
    Muss man da die Avalon-Saga kennen?
    LG,
    Damaris

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  2. Nein, es wird genug erklärt, dass man das auch versteht, wenn man vorher noch nicht Bescheid wusste.
    Es ist echt seicht. Aber es macht Spaß :)
    Lg

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