Mittwoch, 20. April 2011

Leselust und Lesefrust

Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, oder ob es das bei euch in einem ähnlichen Ausmaß gibt:

Lesephasen.
Es gibt Zeiten, da stecke ich meine Nase in jeder freien Minute in ein Buch, kann es kaum abwarten, weiter zu lesen und beende ein Buch nach dem Nächsten.
Und dann gibt es Phasen, in denen ich zwar nach wie vor permanent ein Buch mit mir herum trage (ohne verlasse ich das Haus nicht), in denen ich aber zu nichts komme und allenfalls ein paar Seiten am Stück lese.

Der Grund ist meistens ein Einfacher:
Bocklosigkeit hervorgerufen durch Enttäuschung.
Ein Buch ist schlecht und ich möchte es eigentlich nicht weiterlesen (muss aber), oder ein Buch hat mich sehr enttäuscht und ich bin frustriert.

Oder aber, das andere Extrem: Ein Buch hat mich so gefesselt, so sehr in seinen Bann gezogen, dass nichts anderes mich mehr berührt, zumindest für eine Weile.

Kennt ihr das?

In so einer Lesefrustphase befinde ich mich gerade, der Grund ist ausnahmsweise aber mal ein anderer. Er soll hier auch nicht weiter ausgewalzt werden, aber ich bin menschlich sehr enttäuscht worden und das hat mir ganz gehörig die Petersilie verhagelt.

Wie komme ich da wieder raus?
Ein Buch finden und lesen, das mich fesselt.

Dann läufts meistens von allein wieder.
Und da ich ja am Samstag viel lesen werde (vielleicht auch: Mich zum lesen zwingen werde), wird es danach wieder bergauf gehen, davon bin ich überzeugt.

Nur muss ich erst das Buch beenden und mit der Rezension abschließen, das dafür gesorgt hat, dass ich in dieser Lage bin.
Aber auch da bin ich zuversichtlich.

Das also als Erklärung für meine Schweigsamkeit in den letzten Wochen.
Hoffe sehr, dass ich ganz bald wieder oben auf schwimme, nämlich in einer LeseLUSTPhase

Kommentare:

  1. Kenne ich aus eigener Erfahrung leider nur zu gut, aber den ultimativen Tipp habe ich auch nicht :( Momentan gibt es einige wenige Bücher, die mich richtig fesseln, und bei vielen ist es leider so, dass ich nach wenigen Seiten abschweife und große Mühe haben konzentriert am Ball zu bleiben. Keine Ahnung, woran das liegt... evtl. stressbedingt.

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  2. oh ja genau das kenne ich auch. wenn man sich durch ein buch quälen muss, da ist man eben nicht scharf drauf, sich das jeden tag anzutun.

    wenn dann aber wieder mal eines dabei ist, das einen umhaut, dann hab ich oft das bedürfnis es in alle einzelteile zu zerlegen - nicht wirklich, ich meine damit die analyse ;)

    tja, das heißt also leidenschaftlich lesen oder eben leidendschaftlich durchquälen.

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  3. Beruhigend, ich bin nicht allein :)
    Ich finds nur interessant, wie diese Frustphasen ausgelöst werden.
    Denke, man kommt leichter darüber hinweg, mann man eingrenzen kann, woran es im jeweiligen Fall lag. Mir hilft es zumindest ein wenig.

    Anette: Ja Konzentration zum einen, überhaupt die Lust, das Buch in die Hand zu nehmen, zum anderen... Denke, wenns wirklich "nur" die Konzentration ist, kann Streß da eine große Rolle spielen.

    Melanie: Ja, das ist schön ausgedrückt - leidenschaftlich lesen oder leidenschaftlich quälen. Genau so kam es mir die letzten Wochen teilweise vor. Ich bemühe mich wirklich um Objektivität, aber wenns einen schon gruselt, wenn man das Buch nur sieht....

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