Mittwoch, 9. März 2011

Rezension: Wake

Endlich wieder ein englisches Buch gelesen. Mir ist irgendwann das Cover aufgefallen und dann setzte der übliche "haben wollen"-Reflex ein. Glücklicherweise habe ich mich für die englische Ausgabe entschieden.
Was mich allerdings sehr stört ist, dass scheinbar für die Übersetzung sogar Namen geändert wurden. Das ist immer schade...


Informationen zum Buch:
Titel: Wake
Autor: Lisa McMann
Seiten: 224 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Simon Pulse (Dezember 2008)
ISBN 10: 1416974474
ISBN 13: 978-1416974475


Rezension:
 Diese Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe

Janie hat es nicht leicht. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und hauptsächlich desinteressiert, sie selber sieht ihre einzige Chance in einem Collegebesuch, für den sie in jeder freien Minute arbeiten geht.
Nur ist Janies Leben damit nicht kompliziert genug. Seit sie acht Jahre alt war, wird sie immer wieder in die Träume anderer Leute gerissen. Sie erlebt, was andere träumen, ohne sich dagegen wehren zu können. Und so stellen langweilige Unterrichtsstunden, lange Busfahrten und Übernachtungsbesuche eine echte Herausforderung für sie dar.
Dennoch geht alles so lange gut, bis Janie einen Traum betritt, in dem sie nicht länger nur stumme Beobachterin ist…

Ich habe dieses Buch auch englisch gelesen und ich bin froh, mich so entschieden zu haben, denn auf deutsch hätte ich es wohl abgebrochen. Die Sprache ist simpel, die Sätze kurz, stilistisch bewegt sich das Buch deutlich im unteren Bereich.
Wenn mir in einer Fremdsprache schon Sätze negativ aufstoßen, die nur aus Slangbegriffen bestehen oder so stark vereinfacht sind, dass sie kaum mehr als 4 oder 5 Wörter enthalten, möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie das Buch in der Übersetzung zu lesen wäre.
Das Englische bringt da für mich dankenswerterweise ein gewisses Verwischen das dazu führt, dass mir nicht jeder Fehler auffällt, dass mich nicht jede sprachliche Unsauberkeit nervt.

Inhaltlich find ich das Buch besser. Die Idee ist interessant und die Protagonisten trotz einer kaum vorhandenen Charakterisierung sympathisch. Besonders Cable finde ich gut gelungen, wenn auch seine Vergangenheit nebulös bleibt und sein Werdegang recht unglaubwürdig ist.
Die Handlung selbst weist wenige Spannungspunkte auf, allerdings ist dies  eine Trilogie, so dass ich der Autorin eine Auslegung auf drei Bücher von Beginn an unterstellen möchte, wodurch man vielleicht am Ende einen Spannungsbogen erkennen kann, der sich bei einer teilweisen Lektüre noch nicht herausstellt.

Insgesamt aber – zumindest auf englisch – eine kurzweilige und recht interessante Lektüre, wenn man keine große Literatur erwartet.

Bewertung: 3 von 5 Punkten mit Tendenz nach unten

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