Mittwoch, 23. März 2011

Rezension: Fade

Wieder mal ein  englisches Buch. Diese zu rezensieren fällt mir nach wie vor schwer, man muss doch umdenken.

Informationen zum Buch:
Titel: Fade
Autor: Lisa McMann
Seiten: 272 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Simon Pulse (Januar 2010)
ISBN 10: 9781416974482
ISBN 13: 978-1416974482

Rezension:

Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe


Janie ist eine Traumfängerin. Sie wird in die Träume schlafender Menschen gezogen und hat die Macht, diese zu verändern. Und sie ist als Schülerin  in den Polizeidienst eingetreten, kann doch ein Traum jeden noch so geschickten Verbrecher verraten. Und so erhält sie ihren ersten offiziellen Auftrag: Auf einer Notrufnummer ist ein seltsamer Anruf eingegangen, der vermuten lässt, dass an Janies Schule ein Lehrer sexuelle Übergriffe auf Schülerinnen unternimmt. Diesen Lehrer soll Janie finden, wofür sie ihre eigene Sicherheit aufs Spiel setzt.

War der Vorgänger „wake“ zwar innovativ, insgesamt aber noch sehr verspielt und ein wenig gegenstandslos, so mausert sich „fade“ zu einem richtigen Buch, einer ernstzunehmenden Geschichte.
Die Figuren Janie und Cabel entwickeln sich weiter  und ihre Beziehung zueinander reift und wächst, was liebevoll und anschaulich, nicht aber reißerisch oder belächelnd beschrieben wird.
Janies Einsatz, also die Handlung des Buches mag etwas weit hergeholt sein, aber dafür wird in diesem Buch, wie auch schon im Vorgänger immerhin auf jugendliche Exzesse eingegangen, was in den wenigsten anderen amerikanischen Jugendbüchern der Fall ist. Somit ergibt sich ein sehr viel nachvollziehbareres, realistischeres Bild der Gesellschaft.
Die Entwicklung von Janies Fähigkeiten und ihre neu gewonnenen Erkenntnisse sind interessant und geben dem Ganzen eine gewisse Würze.

Die Sprache schließlich ist einfach, aber nicht mehr ganz so simpel wie im ersten Teil. Sätze erstrecken sich jetzt auch gerne über mehrere Zeilen, Kapitel bestehen aus mehreren Seiten. Die Eigenart, bestimmte Situationen mit Satzfolgen aus einzelnen Wörtern präzise auf den Punkt zu bringen, behält die Autorin allerdings bei, so dass der Leser oftmals das Gefühl hat, direkt mit der Gedanken- und Lebenswelt Janies verbunden zu sein. Es wird hier deutlich, wie genau man sich mit wie wenigen Worten ausdrücken kann, was durchaus faszinierend ist.

Insgesamt eine gelungene Fortsetzung, die durch komplexere Handlung und Sprache den Anspruch und das Lesevergnügen gegenüber dem Vorgänger erhöht.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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