Donnerstag, 24. Februar 2011

Rezension: Phoenixfluch

Dieses Buch habe ich mir für eine Leserunde zugelegt. Diese läuft noch, aber ich habe es schon am ersten Abend beendet. Es war einfach nicht möglich, das Buch aus der Hand zu legen und das sagt eigentlich schon alles.
Nochmals herzlichen Dank an die Autorin, die mir bei Erwerb des Buches noch ein ganz wundervolles Lesezeichen beigelegt hat.

Informationen zum Buch:
Titel: Phoenixfluch
Autor: Jennifer Benkau
Seiten: 220 Seiten (broschiert)
Verlag: Sieben-Verlag (Dezember 2010)
ISBN 10: 3941547119
ISBN 13: 978-3941547117


Rezension:

Als Helena mit ihrer Hündin spazieren geht,  traut sie ihren Augen nicht: Direkt vor ihr klettert ein junger Mann über das Geländer einer Brücke und scheint wild entschlossen, seinem Leben ein Ende zu setzen. Obwohl sie alles versucht, kann Helena ihn nicht daran hindern und der Start in ihr neues Leben mit einer neuen Umgebung und einem neuen Job scheint durch den Vorfall überschattet zu werden.
Bis eines Tages der junge Selbstmörder quicklebendig an ihrem Arbeitsplatz auftaucht…

Jennifer Benkau ist hier ein wundervolles Werk gelungen. Endlich wieder ein Buch, an dem es kaum etwas zu bemängeln gibt.
Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll, gut lesbar und durchdacht. Formulierungen sind passend und selbst schwierige Situationen werden intensiv beschrieben aber nicht so, dass der Leser sich wie ein Eindringling vorkommen müsste.
Die beiden Protagonisten sind lebendig beschrieben und man kann ihren Gedanken und Handlungen gut folgen. Mit Cat wurde ein liebenswerter weiterer Akteur geschaffen und auch die Nebenfiguren haben allesamt ihren besonderen Charme.  Einzig Georg bleibt für meinen Geschmack etwas blass.

Der Plot ist gut durchdacht und in sich schlüssig, jede Szene hat ihren Platz und die Autorin hat für jede von ihnen die richtige Länge gewählt, so dass man nicht durch verschiedene Handlungen gehetzt wird, sie aber auch nicht unnötig in die Länge gezogen werden.
Die Idee hinter der Geschichte ist erfrischend neu und die Lösung des Ganzen sehr intelligent, so dass man sich nicht hinterher am Kopf kratzen und wahlweise die Fragen nach dem „Warum“ oder der fehlenden Logik stellen muss.
Auch der Gruselfaktor ist nicht zu verachten. Beim Lesen habe ich stellenweise eine Gänsehaut bekommen, was beileibe nicht vielen Autoren gelingt. Im hinteren Drittel das Buch weglegen und beruhigt schlafen gehen? Undenkbar.

Aber gerade das macht es auch zu etwas Besonderem, denn dieses Buch schafft es, den Leser mitzureißen, ihn nicht nur zu unterhalten, sondern zu bewegen.

 Bewertung: 5 von 5 Punkten

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