Montag, 24. Januar 2011

Rezension: Knochenkälte

Gewonnen auf der Leser-Welt. Eines der Bücher, die man tatsächlich an einem oder zwei Tagen durchlesen kann und will.

Informationen zum Buch:
Titel: Knochenkälte
Autor: Graham McNamee
Seiten: 352 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: cbt (November 2009)
ISBN 10: 3570306097
ISBN 13: 978-3570306093


Rezension:
Inhalt:


Danny ist mit seinem Vater auf der Flucht vor Erinnerungen an die verstorbene Mutter in einem gottverlassenen Nest im kanadischen Nirgendwo gelandet. Außer einem Armystützpunkt, einer lange verlassenen Eisfabrik und jeder Menge Schnee gibt es hier nichts. So kommt es, dass die Jugendlichen sich ihre Zeit mit nächtlichen Spritztouren vertreiben. Auf dem Rückweg von einem dieser Ausflüge wird Danny von einem undefinierbarem, sehr großen Ding gejagt und schließlich gestellt. Als er aus einer Ohnmacht erwacht, scheint alles nur auf einen Alptraum hinzudeuten. Bis Danny merkt, dass er nicht allein ist mit seiner Erfahrung. Und bis er herausfindet, was mit denen passiert ist, die dem Ding vor ihm begegnet sind...

Meinung:
Das Buch ist aus Dannys Perspektive geschrieben, so dass der Leser sofort in seine Gedanken- und Gefühlswelt eintaucht und mitten im Geschehen steckt.
Das ganze Buch ist in einer Sprache geschrieben, die einen mitreißt, so dass man es kaum aus der Hand legen mag.
Positiv möchte ich anmerken, dass hier eine Fantasystory in die reale Welt eingebettet wurde und zwar in einer Art und Weise, dass man dies nicht von Beginn an merkt. Und dass nicht von Beginn an feststeht, dass es hier um Wesen X geht, welches Fähigkeit Y besitzt. Nein, der Leser währt sich in der realen, greifbaren Welt und zweifelt mit Danny gemeinsam daran, dass hier noch mehr dahinter steckt, als man sehen kann.
Das macht das ganze Geschehen erlebbarer, lässt den Leser tiefer in die Geschichte eintauchen.

Auch hat sich jemand viel Mühe gegeben bei der Auswahl des (sehr passenden) Covers und der Papierstärke. Die Buchseiten sind recht dick und griffig, was es zu einer Freude macht, umzublättern..

Die Charaktere sind nicht bis ins Detail ausgearbeitet, aber sympathisch und agieren nachvollziehbar. Besonders die Erinnerungen Dannys an seine verstorbene Mutter empfand ich als sehr eindringlich beschrieben.
Allgemein macht der Autor es dem Leser leicht, seine Figuren zu mögen und mit ihnen mitzufiebern, was das Tempo, mit dem man die Geschichte verfolgt, weiter ansteigen lässt.

Die Sprache ist frisch und jugendlich, aber nicht vulgär und krampfhaft cool. Sehr angenehm zu lesen.

Kritik:
Danny fasst gen Ende des Buches selber zusammen, was für mich der größte Kritikpunkt ist: „Zuviele offene Fragen“. Ich hätte eine Auflösung (und wäre sie noch so absurd gewesen) irgendwie befriedigender gefunden als das Ende des Buches, wie es letztendlich gedruckt wurde.

Fazit:
Keine literarische Höchstleistung, aber ein nettes, gut geschriebenes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Die Handlung ist spannend, die Idee kreativ, die Umsetzung hapert nur bei der Auflösung des Geschehens.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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